Rheinmetall baut sein Geschäft mit militärischer Weltraumaufklärung weiter aus. Das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall ICEYE Space Solutions stellt der Bundeswehr im Rahmen des Programms SPOCK-1 nun direkten Zugriff auf mehrere eigens für sie vorgesehene SAR-Aufklärungssatelliten zur Verfügung. Gleichzeitig ist die Satellitenproduktion in Neuss angelaufen.
Rheinmetall-Aktie: Eigene Satelliten für die Bundeswehr
Die deutschen Streitkräfte können die dedizierten Satelliten eigenständig beauftragen. Rheinmetall ICEYE Space Solutions betreibt die Satelliten und soll die Konstellation weiter ausbauen. Eingesetzt wird die Technologie insbesondere zum Schutz der Brigade Litauen und zur Überwachung der NATO-Ostflanke.
SPOCK-1 steht für „SAR-Spacesystem for persistent operational tracking Stufe 1“ und bildet die erste Stufe eines nationalen Radaraufklärungssystems. SAR-Satelliten nutzen Synthetic Aperture Radar und ermöglichen laut Rheinmetall eine kontinuierliche, wetterunabhängige Überwachung.
Rheinmetall-Aktie: Dutzende Satelliten jährlich aus Neuss
Parallel wird die industrielle Basis aufgebaut. Am Standort Neuss bündelt das Gemeinschaftsunternehmen künftig Produktion, Integration, Tests und Qualitätssicherung. Dort sollen mehrere Dutzend Satelliten pro Jahr gebaut und für den Einsatz im Erdorbit qualifiziert werden.
Konzernboss Armin Papperger verweist darauf, dass dieser Entwicklungsschritt weniger als ein Jahr nach der Vertragsunterzeichnung erreicht wurde.
Zur Einordnung: Für Rheinmetall ist die Meldung strategisch besonders relevant, weil der Konzern damit gleichzeitig Weltraumtechnologie, operativen Satellitenbetrieb und industrielle Fertigung zusammenführt. Nach dem zuletzt gemeldeten Satellitenstart mit Argotec unterstreicht auch SPOCK-1, dass Rheinmetall den Weltraumbereich als zusätzliches Feld seines Verteidigungsgeschäfts ausbaut.
Rheinmetall-Aktie weiter unter Druck
Nach dem deutlichen Verlust vom Dienstag lief die Rheinmetall-Aktie am Mittwochmorgen seitwärts. So verlor der Rüstungs-Titel 0,05 % auf rund 952 Euro. Das 1-Monats-Minus lag bei 6,5 %. Auf 6-Monats-Sicht ging es rund 38 % nach unten (Stand: 07.10.2026, 9:15 Uhr).
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