Beim Rüstungskonzern Rheinmetall setzen Spitzenpersonal und dessen Umfeld in einer volatilen Marktphase auf eigene Anteile. Am Freitag erwarb die Sara Georgi Stiftung Rheinmetall-Aktien im Gesamtwert von 238.706,60 Euro. Die Organisation steht in enger Beziehung zum Aufsichtsratsmitglied Andreas Arthur Georgi.
Wenige Tage zuvor hatte bereits der Vorstandsvorsitzende ein finanzielles Zeichen gesetzt. Armin Theodor Papperger kaufte am 29. September eigene Anteilsscheine mit einem Transaktionsvolumen von 498.947,80 Euro.
Signale nach schwierigen Handelswochen
Solche Zukäufe aus Führungsetagen finden an den Finanzmärkten besondere Beachtung, wenn die Notierungen zuvor spürbar unter Druck geraten sind. Sie gelten vielen Anlegern als Versuch, nach Kursrückschlägen Vertrauen in die mittel- und langfristige Unternehmensentwicklung zu demonstrieren.
Am Freitag ging das Papier bei 959,80 Euro aus dem Xetra-Handel. Der Börsenwert des Düsseldorfer Konzerns beläuft sich damit auf 44,66 Milliarden Euro.
Die Stimmung im europäischen Verteidigungssektor trübte sich im September merklich ein. Medienberichten zufolge sorgten Spekulationen um eine mögliche Teilnahme von Wladimir Putin am G20-Gipfel für sektorweite Verunsicherung, auch wenn ein direkter Zusammenhang mit den Kursverlusten nicht belegt ist.
Zuversicht bei Analysten und neue Orders
Demgegenüber stehen positive Einschätzungen aus der Analysebranche. Das Bankhaus Berenberg bestätigte am 25. September seine Kaufempfehlung für Rheinmetall mit einem Kursziel von 1.600 Euro. Analyst Chris Armstrong stützte sein Votum unter anderem auf die fiskalpolitischen Impulse sowie steigende Rüstungsexporte und zählt den Titel zu den Favoriten im Sektor.
Unterstützung kommt zudem aus dem operativen Geschäft. Zwar agiert das Unternehmen in einem anspruchsvollen geopolitischen Umfeld, doch das operative Geschäft generiert weiterhin Neuaufträge. So meldete der Konzern unlängst einen Rahmenvertrag mit der Generalzolldirektion über die technische Betreuung und Instandsetzung von vier LNG-Zollschiffen.
Parallel dazu verbuchte die US-Tochtergesellschaft einen Auftrag der U.S. Army über die Fertigung von 3.104 Softmount-Lafetten sowie die Modernisierung von 245 weiteren Systemen, deren Auslieferung bis Oktober 2027 vorgesehen ist.
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