Liebe Leserinnen und Leser,
für die Aktie der Rheinmetall ging es am Donnerstag erstaunlicherweise wieder nach unten. Die Notierungen sind in den vergangenen Tagen zwar wieder über die Marke von 1.500 Euro gestiegen, können aber noch immer nicht zu einem entscheidenden Schlag nach oben ansetzen. Jedenfalls ist der Eindruck, der an den Börsen zu den Düsseldorfern herrscht, noch immer nicht fundiert nach oben gerichtet.
Die Kurse sind zwar lediglich um 1,76 % an der Börse Xetra nach unten gelaufen, an der Börse München ging es am Ende allerdings noch etwas weiter abwärts. Die Aktien notiert nun bei 1543 Euro und ist in diesem Sinne vergleichsweise schwach. Denn: die Notierungen waren vor einer Woche in etwa auf dem aktuellen Niveau, konnten sich aber im Laufe der fünf Handelstage auf 1592 Euro nach oben schieben. Dieses Niveau erreicht die Aktie bis zum Ende der Woche indes nicht mehr.
Die Frage wird jetzt sein, ob die Aktie wie von Analysten erwartet, überhaupt eine Chance hat, schnell wieder in den Aufwärtstrend zu geraten.
Rheinmetall: Ist es nun schon wieder vorbei?
Es gibt sogar die Frage, ob das Unternehmen nach dem Scheitern an der Grenze von 1600 Euro vor einem weiteren Abverkauf stehen könne. Die Stimmung rund um das Rüstungsunternehmen wie auch um andere Rüstungskonzern an den Aktienmärkten ist vergleichsweise schwach. Hintergrund ist inzwischen die Sorge, dass die Abwärtsbewegung, die im gesamten laufenden Jahr zu sehen ist, sich als nachhaltig erweisen wird.
Die generelle Vermutung zu der Schwäche speziell des Düsseldorfer Konzerns lautet in etwa, dass das Unternehmen wohl am Munition-Markt weitere Konkurrenz erhalten hat. Dies wiederum hatte vor einigen Tagen bereits für Kursrückgänge gesorgt. Besonders glaubwürdig klingt diese Einschätzung vor dem Hintergrund der aktuellen Kursentwicklung nicht.
Es geht schon seit geraumer Zeit relativ betrachtet nach unten. Die Munition ist wohl nur ein vorgeschobenes Argument für wenige Tage gewesen.
Generell sieht es nicht nach einem Mangel aus, sondern vielmehr nach einer starken wirtschaftlichen Entwicklung
Ein Beleg: Die Rheinmetall hat jetzt schon eine außergewöhnlich hohe Auftragsliste vor sich. Mehr als 60 Milliarden Euro sollen sich darin befinden. Zudem gibt es jenseits der Diskussion und Munition auch nahezu täglich neue Nachrichten, die dem Unternehmen helfen könnten.
So hat sich jetzt die Rheinmetall mit dem Unternehmen Theon zu einer Kooperation zusammengefunden. Die Vereinbarung sieht die Entwicklung und das Angebot eines so genannten Multi-Sensorsystems vor. Diese Kooperation wurde am Markt bis dahin nicht sonderlich mit Kursgewinnen belohnt. Zudem gab es allerdings in den vergangenen Wochen weiter Nachrichten, die offen verstärkte Aktivitäten verweisen.
Die Rheinmetall hatte zum Beispiel mit OHB und Airbus darüber verhandelt, Satellitensysteme zu entwickeln. Kurz zum Hintergrund dieser möglichen Kooperation: die Regierung in Deutschland hatte angekündigt, für Satellitensysteme bis zu 35 Milliarden Euro auszugeben, um auch auf diesem Gebiet die Verteidigungs-Fähigkeit zu sichern. Insofern wird sich hier ein interessantes Geschäftsfeld für die Rheinmetall und die Geschäftspartner ergeben.
Der Markt bleibt nicht besonders einfach umzustimmen
Der Markt hat allerdings auch diese Diskussion bezogen auf die Kursentwicklung weitgehend verdrängt. Es gibt allerdings auch noch weitere Indikationen dafür, dass Rheinmetall deutlich bessere Geschäfte realisieren wird. Die Umsätze sollen sich bis zum Jahr 2030 in etwa verdreifachen.
Zudem haben sich in den vergangenen Tagen weiter Analysten zu dem Papier geäußert.
Analysten sind hier sehr zuversichtlich
Die jüngste Einschätzung kommt vom Goldman Sachs. Das Unternehmen hat ein ausgesprochen hohes Kursziel bekannt gegeben. Danach könne die Aktie auf 2300 Euro klettern. Aus diesem Grund hat die Goldman Sachs die Rheinmetall Aktie auf die so genannte European Convention List genommen.
Diese Liste gilt als Indikation für sehr aussichtsreiche Aktien. Das Kursziel setzte die Goldman Sachs auf 2300 Euro.
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Rheinmetall ist nach Meinung der Bank führend in der Rüstungsindustrie Europas.
Die Rheinmetall würde insgesamt davon profitieren, dass der Aufrüstungszyklus in Europa inzwischen angesprungen ist. In den vergangenen drei Dekaden seien die Investitionen vernachlässigt worden. Implizit heißt das natürlich, dass jetzt nicht nur weiter aufgerüstet wird, sondern auch dass auch frühere Versäumnisse im Nachgang mit zusätzlichen Investitionen aufgeholt werden.
Die Geschäftsbereiche Fahrzeugsysteme, Munition sowie Waffen seien der Kern des Geschäfts von Rheinmetall. Im Geschäftsjahr 2024 habe das Unternehmen hier über 80 % des EBIT erwirtschaftet.
Die Segmente wiederum sind auch in der jetzigen Phase in Europa, in der es um eine nachholende Aufrüstung in verbliebenen Lücken geht, damit besonders interessant.
Diese Sichtweise teilt offensichtlich die Mehrheit der Analysten. Die durchschnittlichen Kursziele für das Unternehmen liegen weiterhin bei deutlich über 2000 Euro. 2040 – 2050 Euro sind derzeit in den Kurszielschätzungen zu sehen.
Effektiv hat die Aktie allerdings den Aufwärtstrend formal noch immer nicht erreicht. Es fehlen sicherlich 200 Euro, um auch die technischen Analysten auf die Seite der zuversichtlichen Kommentatoren zu ziehen.
Allerdings dürfte der endgültige Verlauf der kommenden Monate derzeit noch nicht davon abhängen, ob speziell die Rheinmetall als stark erachtet wird. Fraglich ist vor allem, ob die Stimmung rund um die Rüstungsindustrie insgesamt wieder besser wird.
Ginge es nur um die Rheinmetall, sind wegen der tatsächlichen wirtschaftlichen Fähigkeiten eher die oben genannten Kursziele von Analysten interessant und maßgeblich.
Rheinmetall wird wie oben geschrieben die Umsätze in einigen Jahren verdreifacht haben. Die Kursziele sind angesichts solcher Entwicklungen fast schon zu niedrig.
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