Rheinmetall bringt die Steuerung autonomer Systeme direkt in gepanzerte Fahrzeuge. Gemeinsam mit dem australischen Verteidigungs-Start-up Breaker hat der Konzern sogenanntes Human Machine Teaming in den Boxer CRV integriert. Dadurch soll die Besatzung ganze Teams autonomer Systeme per Sprachbefehl steuern können.
Rheinmetall-Aktie: Boxer steuert Drohnenschwarm per Sprache
Technische Grundlage ist ein taktischer KI-Agent von Breaker, der über die offene Architektur des Boxer eingebunden wird. Bei einer Demonstration in Australien konnte ein einzelnes Besatzungsmitglied einen Drohnenschwarm über das serienmäßige Mikrofon im Fahrzeug steuern und gleichzeitig seine normalen Aufgaben im Boxer wahrnehmen.
Bemerkenswert ist dabei die kurze Schulungsdauer: Für die Demonstration erhielt der Bediener laut Rheinmetall weniger als 30 Minuten Training. Die Software war zuvor innerhalb weniger Wochen in den Simulator von Rheinmetall Defence Australia integriert worden. Sechs Monate nach dem ersten Gespräch der Unternehmen wurde die Technologie bereits auf einem realen Boxer demonstriert.
Rheinmetall-Aktie: Roboterteams sollen Besatzungen unterstützen
Ziel ist es, bemannte Fahrzeuge und unbemannte Systeme enger zu verbinden. Drohnen und andere autonome Plattformen können laut Rheinmetall Reichweite und Lagebewusstsein des Fahrzeugs erhöhen, ohne dass dafür zusätzliches Personal benötigt wird.
Die Technologie könnte zudem auf weitere Plattformen ausgeweitet werden. Im Rahmen des australischen LAND400 Phase 2-Programms liefert Rheinmetall insgesamt 211 Boxer CRV, die voraussichtlich über 30 Jahre eingesetzt werden.
Zur Einordnung: Die Kooperation zeigt, wohin Rheinmetall die Digitalisierung seiner Gefechtsfahrzeuge entwickeln will. Der Boxer soll nicht mehr nur selbst als Plattform agieren, sondern zum Steuerungszentrum für autonome Begleitsysteme werden. Besonders wichtig ist dabei die offene Fahrzeugarchitektur, über die sich neue Software integrieren lässt. Die Partnerschaft mit Breaker könnte laut Rheinmetall künftig auf weitere Fähigkeiten und Fahrzeugtypen in Australien und anderen Märkten ausgeweitet werden.
Rheinmetall-Aktie weiter unter Druck
Die Rheinmetall-Aktie fiel am Dienstagmorgen trotz der positiven News um 1,2 % auf 971,2 Euro. Das 6-Monats-Minus vergrößerte sich damit auf 36 %, auf 1-Jahres-Sicht ging es gar um knapp 50 % nach unten (Stand: 06.10.2026, 9:10 Uhr).
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 06. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
