Rheinmetall-Aktie: Und Aus ist es!?

Rheinmetall verliert an der Börse, obwohl das Unternehmen Rüstungsaufträge über 5,7 Milliarden Euro vermeldet. Analysten sehen Kurspotenzial.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt unter 1.200 Euro
  • Milliardenschwere Panzer- und Munitionsaufträge
  • Rüstungsbranche insgesamt unter Druck
  • Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

Die Düsseldorfer Rheinmetall ist auch gestern massiv unter die Räder geraten. Die Notierungen mussten sich mit einem Abschlag in Höhe von 1,4 % aus dem Handel verabschieden. Die Aktie ist an der Börse München am Ende zwar nur um 0,96 % gekippt, aber auch dort wurde ein Endstand in Höhe von 1.199 Euro festgestellt. Das heißt, die Aktie hat die Marke von 1.200 Euro unterschritten.

Klar ist, dass es aus dem Unternehmen selbst heraus keinerlei Nachrichten gab, die dies hätten rechtfertigen können. Im Gegenteil: Es wurde noch einmal betont, dass Rheinmetall aus Rumänien Rüstungsaufträge im Wert von 5,7 Milliarden Euro erhält, genauer gesagt Aufträge für die Lieferung von Panzern und Munition. Diese Nachricht ist weitgehend ausgeblendet worden.

Rheinmetall: Die Rüstungsbranche insgesamt hat gestern und vorgestern verloren

Insofern bleibt offensichtlich, dass Rheinmetall derzeit nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet wird, sondern schlicht und ergreifend unter dem schwachen Trend der gesamten Rüstungsbranche leidet. Die Friedenshoffnungen für den Irak scheinen hier noch einmal Probleme zu machen.

Generell haben die Märkte möglicherweise auch Angst, dass die Rüstungsunternehmen die Kapazitäten gar nicht bereitstellen können, um die hohen Auftragsvolumina tatsächlich zu stemmen.

Rheinmetall Aktie Chart

Letztlich sind aber wohl die meisten wirtschaftlich orientierten Analysten verschiedener Häuser der Auffassung, dass die Kurse bei Rheinmetall deutlich zu niedrig sind. Das durchschnittliche Kursziel wird mit 1.898,38 Euro angegeben. Der Aufschlag könnte also bei rund 58,77 % liegen. Das ist schlicht und ergreifend beeindruckend.

Die Börsen irren sich in diesem Fall ersichtlich. Dies jedenfalls ist der Eindruck, wenn man z. B. einen Umsatzanstieg um mehr als 40 % für das laufende Jahr aktuell noch immer als wahrscheinlich ansieht. Demgegenüber haben die Börsen im selben Jahr schon einen Abschlag vün über 20 % produziert. Da kann etwas nicht ganz stimmen in der Bewertung!

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