Bei Rheinmetall ist heute eine weitere Kapitalvernichtung sichtbar. Die Notierungen der Düsseldorfer sind um 11,3 % gesunken. 909,70 Euro zeigen die Börsen derzeit für die Aktie an. Damit ist die Aktie in den freien Fall nach unten übergegangen. Minutenweise wird auch die Marke von 900 Euro nach unten durchschlagen.
Rheinmetall: Der freie Fall – vorläufig
Der technische Indikator GD200 zeigt einen Abstand in Höhe von jetzt 27,3 %. Auf Deutsch gesagt: Die Aktie ist klar im Abwärtstrend. Sie durchschlägt sogar die Marke von 900 Euro. Die Frage ist, ob die Börsen hier in ihrer Panik zu sehr auf den Verkaufsknopf gedrückt haben.
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Tatsächlich hat Rheinmetall Zahlen an den Markt gebracht, die zum Teil enttäuschend, zum Teil aber auch nicht enttäuschend sind. Hier die Werte: Der den Aktionären zurechenbare Gewinn ist im dritten Quartal auf 296 Millionen Euro taxiert worden. 152 Millionen Euro waren es im Jahr zuvor. Das Ergebnis je Aktie wurde mit 6,34 Euro angegeben, 3,29 Euro waren es zuvor.
Insofern ist auch beim Umsatz, der sich von 2,31 Milliarden Euro auf 3,15 Milliarden Euro erhöht hat, zumindest sehr großes Wachstum zu sehen. Analysten hatten offenbar mit einem Umsatz in Höhe von 3,23 Milliarden Euro gerechnet, also etwas mehr als das, was gemeldet worden war. Der Nettogewinn sollte 267,2 Millionen Euro betragen, also etwas weniger als gemeldet. Das Ergebnis je Aktie war mit 7 Euro taxiert worden. Das ist wiederum etwas mehr als gemeldet.
Damit schwanken die Zahlen um die Erwartungen herum. Hier ist eine leichte Enttäuschung nachzuvollziehen. Der Ausblick des Unternehmens für den Umsatz im laufenden Jahr wurde etwas gesenkt. Zuvor hatte Rheinmetall 13,7 Milliarden Euro bis 14,2 Milliarden Euro genannt. Nunmehr sollen es 13,2 Milliarden Euro sein.
Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass bestimmte Aufträge erst im kommenden Jahr tatsächlich akquiriert werden. Das bedeutet, dass die Notierungen derzeit vor allem deshalb schwach sind, weil es offensichtlich Zweifel daran gibt, dass die bisherigen Ziele tatsächlich erreicht werden können.
Hier hatte zum Beispiel JPMorgan nun angemerkt, dass möglicherweise die zahlreichen Gemeinschaftsunternehmen ihre Ziele nicht erreichen würden. Das heißt, dass das Unternehmen jetzt auch wirtschaftlich unter Druck steht. Die Kursziele werden gesenkt. Ein Abschlag in Höhe von zwischen 9 % und 11 % oder teilweise auch 12 % ist schlicht ein Panikverkauf.
Dies scheint eine Entwicklung zu sein, die an den Börsen jedenfalls so für Überraschungen sorgt. Es darf daran gezweifelt werden, dass genau diese Art von Abverkauf sich hier fortsetzen wird. Analysten werden hier korrigieren, der Rausch der fallenden Kurse jedoch wird von professioneller Seite kaum unterstützt werden. Die Analystenstimmen sind eindeutig.
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