Rheinmetall treibt die Entwicklung vernetzter unbemannter Systeme für maritime Einsätze weiter voran. Bei der multinationalen REPMUS26 in Portugal erprobt der Konzern gemeinsam mit Marinen, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern Technologien zum Schutz von Häfen, kritischer Infrastruktur und küstennahen Seegebieten. Rheinmetall beteiligt sich nach eigenen Angaben seit 2024 an der großangelegten Erprobungsübung.
REPMUS steht für „Robotic Experimentation and Prototyping with Maritime Unmanned Systems“. Die Übung auf der Halbinsel Troia und in den umliegenden Seegebieten dient dazu, unbemannte maritime Systeme unter realitätsnahen Bedingungen weiterzuentwickeln und ihre Zusammenarbeit zu erproben.
Rheinmetall-Aktie: Mobiler Gefechtsstand für die Deutsche Marine
Im Zentrum des diesjährigen Beitrags von Rheinmetall steht ein containerisiertes und verlegbares Demonstrationssystem. Die Deutsche Marine nutzt es während der vierwöchigen Übung als mobilen Befehls- und Gefechtsstand für den Hafenschutz. Dabei werden Informationen aus dem Unter- und Überwasserbereich zu einem multidimensionalen Lagebild zusammengeführt.
Das technologische Rückgrat bildet die Rheinmetall Battlesuite, die auf der Tactical-Core-Middleware der blackned GmbH basiert. Die offene Architektur ermöglicht es, Sensoren, Effektoren und Missionsmodule unterschiedlicher Technologiepartner zu integrieren.
Rheinmetall-Aktie: Mehrere autonome Systeme über eine Oberfläche
Ein Schwerpunkt liegt 2026 auf Experimenten mit unbemannter Unterwassersensorik. Ziel ist ein dauerhaft verfügbares Lagebild. Gleichzeitig sollen Bediener mehrere unbemannte Systeme unterschiedlicher Hersteller und Typen über eine gemeinsame Benutzeroberfläche kontrollieren können.
Damit positioniert sich Rheinmetall nicht nur als Hersteller einzelner militärischer Plattformen, sondern demonstriert seine Fähigkeiten als Systemintegrator. Entscheidend ist dabei die Vernetzung unterschiedlicher Sensoren und unbemannter Systeme vom Meeresboden bis in höhere Ebenen des Einsatzraums.
Zur Einordnung: Maritime unbemannte Systeme befinden sich laut Fachberichten vielerorts noch stärker in der Erprobung als vergleichbare Systeme in der Luft. Besonders interessant erscheint dabei nicht nur der Verkauf einzelner Drohnen oder Fahrzeuge, sondern die Rolle als Integrator, der unterschiedliche Plattformen, Sensoren und Effektoren zu einem gemeinsamen Lage- und Führungssystem verbindet.
Für Rheinmetall könnte die zunehmende Bedeutung des Schutzes von Häfen und kritischer maritimer Infrastruktur damit zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten im Bereich autonomer und digital vernetzter Verteidigungssysteme eröffnen.
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