Rheinmetall plant für den 5. November die Veröffentlichung des Berichts über das dritte Quartal 2026.
Erwartungen an die längerfristigen Ziele
Deutsche Bank Research senkte gestern das Kursziel von 1.800 auf 1.650 Euro und beließ die Einstufung bei „Buy“. Analyst Christoph Laskawi nannte die Erwartungen vor einem Kapitalmarkttag von Rheinmetall als zentralen Unsicherheitsfaktor.
Seiner Einschätzung zufolge rechnen Anleger mit niedrigeren Zielen für 2030. Zugleich seien kurzfristige Auftragseingänge ungewiss, die eine deutliche Zielsenkung auffangen könnten. Die Rheinmetall-Aktie fällt heute um 1,2%.
Ausbau der Fertigung in Europa
Rheinmetall Expal Munitions nahm am 16. Oktober eine neue Mittelkaliberfertigung am Standort Albacete in Betrieb. Nach Unternehmensangaben beträgt die jährliche Kapazität rund 1,2 Millionen Geschosse sowie etwa 1,8 Millionen Patronenhülsen. Die Investition bezifferte Rheinmetall auf rund 20 Mio. EUR.
Vor gut einer Woche eröffnete Rheinmetall außerdem die „UK Gun Hall“ in Telford für die eigenständige Fertigung großkalibriger Waffen. Bei voller Auslastung sind dort nach Unternehmensangaben jährlich bis zu 245 Rohre beider Kaliber sowie mehr als 50 Verschlüsse vorgesehen.
Rheinmetall bezifferte seine Investitionen im Vereinigten Königreich während der vergangenen fünf Jahre auf mehr als 200 Mio. GBP. Im Zuge des Produktionshochlaufs sind bis zu 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze geplant.
Vor gut einer Woche erhielten Rheinmetall und MSC zudem gemeinsam den Zuschlag zur Übernahme der Mangalia-Werft in Rumänien. Der gemeinsame Kaufpreis beträgt rund 138 Mio. EUR; der Abschluss wurde für einige Wochen später angekündigt. Die Werft soll Dual-Use-Schiffbau ermöglichen und laut Rheinmetall am Bau von vier rumänischen Marineschiffen mitwirken.
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