Rheinmetall-Aktie: Startschuss vor diesem Wochenende!

Die Rheinmetall-Aktie profitiert von geopolitischen Spannungen und neuen Expansionsschritten. Der Rüstungskonzern erhält Genehmigungen für Übernahmen und Produktionsstätten.

Auf einen Blick:
  • Kursanstieg von fast 8 % in fünf Tagen
  • Geopolitische Spannungen treiben Rüstungswerte
  • Genehmigung für Übernahme von Blohm+Voss
  • Neue Sprengstoffproduktion in Italien geplant

Liebe Lesaerinnen und Leser,

die Aktie der Rheinmetall sieht sich nun am letzten Tag der laufenden Woche wieder in einem starken Aufwärtslauf. Wie schon gestern konnte das Papier fast schon entscheidend loslegen. 2,59 % stehen aktuell zu Buche. Die Kurse sind damit auf einen Wert von 1740,00 Euro geklettert. Die Notierungen sind schon vorab in den zurückliegenden fünf Tagen um mehr als 7,9 % geklettert.

Damit hat die Rheinmetall jetzt bereits eine etwas bessere Verfassung erreicht, als Skeptiker zuletzt glaubten. Der Aufwärtstrend, der sich andeutet, ist noch immer brüchig. Aber: Die Situation bessert sich.

Rheinmetall: Iran könnte „helfen“

Die Frage dürfte lauten, warum ausgerechnet jetzt ein Ausbruch nach oben möglich scheint. Es sieht so aus, als sollte vor allem der mögliche Iran-Konflikt oder -krieg, je nach Lesart, hier Regie führen. Die USA werden am Samstag Medien-Berichten nach angriffsfähig sein. Donald Trump würde alles, was sich hier aktuell fliegen lässt, in Richtung Iran bewegen lassen, heißt es auch.

Offen ist, ob es zu einem Krieg oder ähnlich kommen wird (ggf. also nur zu einer massiven Drohung). Aber die Rüstungsbranche darf sich freuen: Die Stimmung steigt, so zynisch es ist. Denn auf der anderen Seite war zuvor in den Wochen und Monaten immer wieder das mögliche Friedensszenario in der Ukraine als Anlass genommen worden, um die Rüstungsbranche an den Börsen zu bestrafen. Im Kern wird die Musik allerdings durch andere Faktoren gespielt: Die Nato wie auch die EU-Staaten (als EU selbst) wollen aufrüsten.

Die Budgets werden fortlaufend erhöht, verbal (Münchner Sicherheitskonferenz) und tatsächlich. Insofern ist letztlich die reale Rüstungswirtschaft mittelfristig nicht von der kurzfristigen Stimmung abhängig. Die Börsen freuen sich dennoch: Rheinmetall nähert sich wenigstens tendenziell den Kurszielen der Analysten. Die gehen im Mittel noch immer von 2.170 Euro aus.

Rheinmetall Aktie Chart

Zuletzt haben die Düsseldorfer auch davon profitiert, dass sie die Genehmigung für eine Übernahme erhalten haben. Es geht um die Übernahme der NVL und somit auch der Blohm+Voss. Die Rheinmetall wird damit die, wie es heißt, maritime Kompetenz stärken und diese Geschäftsfelder gleichfalls bedienen. Die Voraussetzungen für das Unternehmen werden sich daher in den kommenden Monaten noch einmal deutlich verbessern.

Neue Rahmenbedingungen für die Rheinmetall

Zudem erhielt die Rheinmetall nun die Genehmigung für ein Werk in Italien. Dort wird die Rheinmetall auf Sardinien Sprengstoffe „in Großserien“ für verschiedene Nato-Staaten produzieren und Lenkwaffen produzieren. Die Produktion solle den Worten von Rheinmetall nach schon bald beginnen. Es ginge darum, die Nachfrage mehrerer EU-, Nato- und verbündeter Staaten zu decken“, heißt es.

Dies ist nur ein weiterer Beleg dafür, wie sehr die Rheinmetall immer wieder neue Aufträge oder Projekte akquiriert oder wie hier beginnt. Die Rüstungswelle in der EU ist aus Sicht der Märkte sicherlich inzwischen deutlich losgegangen. So hat die Rheinmetall auch vor kurzem erst mit der OHB zumindest über eine Kooperation verhandelt. Der Hersteller für Satellitensysteme wäre für die Rheinmetall ein idealer Partner. Denn Deutschland möchte eigenen Worten nach bis zu 35 Milliarden Euro in die Satellitentechnik bzw. die Weltraumrüstung investieren. Würde die Rheinmetall dabei sein, wäre dies sicherlich ein weiterer Beitrag zur Verfünffachung des Umsatzes, der in den kommenden Jahren bis zum Jahr 2030 avisiert ist.

Hohe Kursziele und ein neuer Trend. Die Chancen steigen!

Die Analysten jedenfalls haben ihre Kursziele sicherlich nicht zufällig so hoch formuliert wie sie immer noch zu vernehmen sind. Mit dem neuen Trendwechsel im Rücken und der Überwindung von GD100 sowie der 200-Tage-Linie ist die Aktie nun vor dem Iran-Krieg, der ggf. ansteht, vergleichsweise besser aufgestellt. Es wäre nicht verwunderlich, wenn der aktuelle Trend sich auch am Freitag in steigende Notierungen übersetzen würde.

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