Rheinmetall-Aktie: Spezial-Meldung!

Der Rüstungskonzern sichert sich mit OHB und ITM Power Zugang zu milliardenschweren Zukunftsmärkten im Weltraum und bei grüner Energie, während Analysten die Aktie als unterbewertet einstufen.

Auf einen Blick:
  • Kartellamt genehmigt Satelliten-Kooperation mit OHB
  • Neues NATO-Projekt für Brennstoffanlagen mit ITM Power
  • Analysten sehen Aufwärtspotenzial von über 36 Prozent
  • Aktie verteidigt wichtige Marke von 1500 Euro

Liebe Leserinnen und Leser,

wie geht es nach diesem Wochenende für die Rheinmetall weiter? Die Turbulenzen rund um den Iran sind unübersehbar. Die Rüstungsaktien reagieren mit relativ wenig Gelassenheit auf die Entwicklungen in den verschiedenen Krisen- und Kriegsgebieten. Seit Monaten wird der Rüstungsaufschwung an den Märkten mehr oder weniger negiert. Insofern wird die jüngste Unruhe möglicherweise auch nicht gefeiert werden.

Aber immerhin:

Noch am Freitag hat die Aktie der Rheinmetall an den Märkten einen minimalen Teilerfolg erreichen können. Das Papier ist am Ende erfolgreich über der Marke von 1500 Euro geblieben, die zumindest unter bestimmten Analysten und Beobachtern viel Aufmerksamkeit genießt.

Rheinmetall Aktie Chart

Der Kurs stellte sich an der Börse München auf 1501,80 Euro ein. Allerdings ist dies, also die letztliche Rettung über diese Marke, sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange, so zumindest die Beobachter. Hier werden andere Ergebnisse von dem Titel der Düsseldorfer erwartet.

Faktisch hat sich in den vergangenen Tagen auch die Nachrichtenlage für die Rheinmetall noch einmal deutlich verbessert. So hat zum Beispiel das Kartellamt dem Düsseldorfer Unternehmen genehmigt, mit OHB an Satellitensystemen zu arbeiten bzw. eine Kooperation anzustreben. Die Kartelluntersuchung hatte hier über einige Tage Verunsicherung verbreitet.

Dies wiederum verweist darauf, dass die Rheinmetall nunmehr ein herausragendes Geschäftsfeld angehen wird. Die Regierung in Deutschland hatte vor kurzem einmal betont, dass sie in etwa 35 Milliarden Euro in diesem Bereich investieren werde.

Rheinmetall und die OHB versprechen sich offensichtlich hier einen gewaltigen Anteil, insofern die militärische Auseinandersetzung tatsächlich auch über den Weltraum geführt werden wird.

Rheinmetall: Dieses Geschäft wird für die Düsseldorfer sehr interessant

Zu bemerken ist, dass die Rheinmetall aktuell in diesem Jahr einen Umsatz von gut 14 Milliarden Euro avisiert. Dies ist noch von den Märkten vor einiger Zeit relativ enttäuscht wahrgenommen worden. Die erwarteten rein der Stimmung halber einen deutlich größeren Umsatzsprung des Rüstungsgiganten. Vor diesem Hintergrund jedoch sind zum Beispiel die jüngsten Pläne zur Fertigung im Satellitensystem Bereich ausgesprochen lukrativ. Welchen Anteil OHB und Rheinmetall an 35 Milliarden Euro haben könnten, ist nicht klar. Dass sie dort verdienen, ist dann recht wahrscheinlich.

Bekannt wurde vor kurzem ebenfalls, dass die Rheinmetall und ITM Power zusammen kooperieren. Hier geht es um die Errichtung dezentraler Brennstoffanlagen für die NATO. Das Projekt ist vergleichsweise spektakulär.

Die NATO als großer Auftraggeber

Die NATO möchte offensichtlich autark bleiben oder werden, wenn es um die Energiezulieferung geht. Entsprechend ist dieser Auftrag über  Brennstoffanlagen positiv und möglicherweise (als reine Spekulation) vor allem auch als Aufgalopp zu werten.

Die Rheinmetall und die ITM Power werden dabei pro Anlage nach den Pressemitteilungen eine Elektrolysekapazität von bis zu 50 MW bereitstellen. Dies entspricht einer Produktionskapazität von 5000-7000 Tonnen von so genanntem E-Fuel jährlich.

Die wirtschaftliche Bedeutung ist noch nicht hinreichend abzuschätzen. Vor allem die ITM Power dürfte sich hier allerdings ein sehr großes Projekt gesichert haben. Rheinmetall demonstriert damit allerdings vielmehr, dass das Unternehmen quasi in jedem für die Rüstung insgesamt bedeutenden Segment tätig ist und tätig wird.

Die Rheinmetall gilt denn auch unter professionellen Analysten als unterbewertet. Weiterhin liegt die Kurszielschätzung für das Unternehmen bei circa 2044 Euro, so die durchschnittlichen Kursziele für die Düsseldorfer. Dies würde einem Aufschlag in Höhe von 36,7 % entsprechen.

Wenn hier die langfristige Entwicklung betrachtet wird, dürften die Kursziele rein rechnerisch sogar noch höher liegen. Die Rheinmetall ist also auf bestem Wege. Nur die Börsen halten das Papier auch immer im Abwärtstrend. Die aktuell aufgelaufenen Ergebnisse mit Kursen von gut 200 Euro unterhalb des GD200 sind schwach. Immerhin, wie oben beschrieben, hielt die Marke von 1500 Euro, was zumindest die Chartanalysten feiern werden. Man darf gespannt sein, wie die Börsen darauf reagieren, dass der Krieg im Iran offensichtlich derzeit wieder chaotischer verläuft.

Die Verhandlungen von Donald Trump mit dem Iran sollen angeblich mit dem Wochenbeginn nun bereits wieder aufgenommen werden. Man darf gespannt sein. Rheinmetall wird nach Meinung der Experten aber mittelfristig davon eher wohl nicht betroffen sein.

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