Die Zahlen des Rüstungskonzerns Rheinmetall sind da – und sie sind wie erwartet. Zumindest fast. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2024 laut Medienberichten um 29 Prozent auf 9,94 Milliarden Euro, selbstverständlich ein neuer Rekord. Das operative Ergebnis kletterte um ein Drittel auf 1,84 Milliarden Euro, die Marge lag damit bei 18,5 Prozent. Im kommenden Jahr will Rheinmetall weiter wachsen. Und wie fällt die Reaktion an der Börse aus? Spektakulär unspäktakulär, könnte man sagen.
Rheinmetall-Aktie leicht im Plus
Auf der Handelsplattform Tradegate stieg der Kurs der Rheinmetall-Aktie in den ersten Minuten nach Bekanntgabe der Quartals- und Jahreszahlen ganz leicht um 0,4 Prozent auf aktuell 1.640 Euro. Damit verharren die Papiere auf einem Niveau von rund 20 Prozent unter ihrer Höchstbewertung, die im Oktober bei 2008 Euro erreicht war.
Dies könnte mit den leichten Einschränkungen im Zahlenwerk begründet liegen. Mit diesem erreichte Rheinmetall laut boerse.de „nur das untere Ende der zuletzt aktualisierten Prognose“, wie es hieß. Analysten hatten nach einer Vara-Umfrage demnach im Mittel für das vergangene Jahr einen Umsatz von 10,1 Milliarden Euro und eine Ebit-Marge von 19 Prozent erwartet.
Zugleich aber kann sich der Rüstungskonzern auf eine hohe Nachfrage stützen: Ende Dezember betrug der Backlog, der neben dem Auftragsbestand zum Beispiel auch die erwarteten Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen mit militärischen Kunden beinhalte, demnach 63,8 Milliarden Euro.
- Damit waren die Auftragsbücher von Rheinmetall so voll wie nie zuvor
- Dies sollte sich so schnell auch nicht ändern, angesichts der Weltenlage
Rheinmetall sieht sich in „aussichtsreicher Position“
„Die angespannte sicherheitspolitische Lage untermauert die aussichtsreiche Position des Konzerns“, betonet Rheinmetall am Mittwoch in Rahmen des Berichts. Die Aktionäre sollen für 2025 daher eine kräftig erhöhte Dividende von 11,50 (8,10) Euro je Anteilsschein erhalten, wie das Handelsblatt meldet. So richtig vom Hocker, so scheint es, reißt das diese allerdings nicht. Aller optimistischen Analysten zum Trotz.
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