Die Berichtssaison hat längst begonnen, doch Anleger müssen bei Rheinmetall noch fast einen Monat warten, bis Klarheit herrscht. Am 11. März erst wird der Düsseldorfer Rüstungskonzern seine Quartalszahlen vorlegen. Nach einem Pre-Close-Call, einer vorgezogenen Analystenkonferenz also, sind die institutionellen Beobachter jedoch vorsichtiger geworden: Reihum wurden die Kursziele für Rheinmetall reduziert. Doch so weit wie Christian Cohrs ging noch niemand.
Rheinmetall-Kursziel gesenkt auf 1700 Euro
Der Analyst beim Analysehaus Warburg Research hat jüngst das Kursziel für Rheinmetall vor Zahlen von ohnehin bescheidenden 1770 auf nun 1700 Euro gesenkt, die Einstufung auf „Hold“ belassen. Das vierte Quartal dürfte die Erwartungen in allen Segmenten übertroffen haben, schrieb er in seinem am Mittwoch vorliegenden Ausblick. Dennoch bleibt er mit seiner Prognose und einem erwarteten Kurszuwachs von lediglich gut sieben Prozent weit unter den Kollegen:
- UBS: 2200,00 Euro, +38,67%
- Barclays: 2175,00 Euro, +37,09%
- Berenberg Bank, 2100,00 Euro, +32,37%
- Bernstein Research: 2050,00 Euro, +29,22%
Während die UBS das Kursziel für Rheinmetall zuletzt von 2500 auf 2200 Euro gesenkt hatte, die Privatbank Berenberg von 2200 auf 2100 Euro, nahm Berstein Research eine Sonderstellung ein. Das US-Analysehaus hatte den fairen Wert von 2000 auf 2050 Euro sogar leicht angehoben, die Einstufung auf „Outperform“ belassen.
Tiefster Rheinmetall-Kursstand seit Ende Dezember
Analyst Adrien Rabier sieht nach dem jüngsten Kursrutsch eine gute Gelegenheit zum Kauf der Aktie. Der Dax-Konzern dürfte auch in den kommenden Jahren unter anderem von der Munitionsnachfrage profitierten, die das Angebot übersteige, schrieb er am Montagabend. Zudem passe Rheinmetall das Geschäftsportfolio rapide an und sollte bis 2030 in einer eigenen Liga spielen. Und die Aktie? Fällt und fällt, und notiert erstmals seit Ende Dezember wieder deutlich unter der Marke von 1600 Euro.
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