Der Montag war einer der besseren Tage für die Aktie von Rheinmetall: 990 Euro standen am Ende des Xetra-Handels beim Düsseldorfer Rüstungskonzern zu Buche, es war ein Plus von 0,62 Prozent im Vergleich zum Freitagsschlusskurs. Doch trotz einer weiteren Erfolgsmeldung aus dem operativen Bereich, verpasste die Rheinmetall-Aktie damit erneut den Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 1000 Euro. Dabei stand sie doch so kurz davor. Denn gleich zu Handelsbeginn und noch einmal am späten Nachmittag pirschte sich die Aktie bis auf 998 Euro, drehte dann aber wieder ab.
Nächster Abruf der Bundeswehr bei Rheinmetall
Tatsächlich ging es nach diversen Großaufträgen und vielversprechenden Kooperationen für die Düsseldorfer dieses Mal um eine vergleichsweise kleine Summe: Die Bundeswehr rufe im Rahmen des Vorhabens „Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO)” weitere Leistungen und Komponenten zur Digitalisierung der Fahrzeugflotte ab, hatte Rheinmetall am Morgen mitgeteilt.
Auftragnehmer sei die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) IT-Systemintegration, die sich aus der Rheinmetall Electronics GmbH und der blackned GmbH zusammensetze. Der Abruf umfasst demnach Hardwarekomponenten sowie industrielle Dienstleistungen zur Fortführung der Serienintegration digitaler Führungs- und Kommunikationssysteme in Fahrzeuge der Bundeswehr. Der Hardwareanteil des Abrufs umfasst unter anderem 5.000 Adapterplattensätze („Basic”) zur Integration von IT- und Funkgeräten.
- Rheinmetall Electronics sei insbesondere für die Integration der Systemtechnik in die unterschiedlichen Fahrzeugplattformen verantwortlich
- Ein weiterer Schwerpunkt des Abrufs seien technische Unterstützungsleistungen während der laufenden Serienintegration, heißt es
„Technologisches Rückgrat“ der Landstreitkräfte
Das Großvorhaben D-LBO ist laut Rheinmetall das technologische Rückgrat für die Modernisierung der deutschen Landstreitkräfte. Mit einem möglichen Gesamtvolumen im Milliardenbereich zähle es zu den wichtigsten Modernisierungsprojekten der Bundeswehr. Der aktuelle Abruf hingegen sei im 100-Millionen-Euro-Bereich anzusiedeln. Die Anleger zeigten sich angesichts dessen wenig beeindruckt.
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