Rheinmetall gab am Freitag im schwächeren Umfeld deutscher Rüstungsaktien um 2,0% nach. Medienberichten zufolge belasteten das allgemeine Marktumfeld und Unsicherheiten über mögliche Friedensverhandlungen die Branche. Die Aktie schloss bei 1.032,60 €; der Rückgang fiel damit in einen Handelstag, an dem auch andere deutsche Rüstungswerte nachgaben.
Ermittlungen nach Brand in Calden
Nach dem Brand auf der Rheinmetall-Baustelle am Flughafen Kassel-Calden prüfte die Polizei gestern Medienberichten zufolge ein im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben. Ein mögliches politisches Motiv war Gegenstand der Ermittlungen.
Auf der Baustelle waren drei Baumaschinen in Brand geraten. Die Polizei ging von vorsätzlicher Brandstiftung aus und ließ wegen eines möglichen politischen Motivs den Staatsschutz ermitteln.
Fahrzeugübergabe und weitere Bestellungen
Rheinmetall hat nach eigenen Angaben die ersten seriengefertigten Caracal-Fahrzeuge an die deutschen und niederländischen Streitkräfte übergeben. Die Übergabe fand am Donnerstag am niederländischen Produktionsstandort Ede statt; das Unternehmen meldete sie am Freitag.
Für die Luftverteidigung vereinbarten Rheinmetall und Silvus Technologies die Integration passiver RFeye-Sensoren von Silvus. Nach Unternehmensangaben sollen diese in das Skynex-Luftverteidigungssystem und die Skymaster-Kommandoplattform von Rheinmetall eingebunden werden.
Zum Auftragsbestand gehört außerdem der von OCCAR erteilte Auftrag an Artec, das Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und KNDS. Er umfasst weitere 69 Schakal-Radschützenpanzer. Davon sind 35 für die Bundeswehr und 34 für die niederländischen Streitkräfte vorgesehen.
Damit steigt die Gesamtzahl nach Angaben von Rheinmetall auf 291 Fahrzeuge. Die Auslieferung der zusätzlich bestellten Fahrzeuge ist zwischen Mai 2032 und November 2033 geplant.
Rheinmetall hat die Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 5. November 2026 angekündigt.
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