Rheinmetall-Aktie: Sie schaffen es einfach nicht!

Rheinmetall trennt sich von zivilem Geschäft und setzt voll auf Rüstung. Trotz Rekordaufträgen leidet die Aktie unter Kursverlusten.

Auf einen Blick:
  • Verkauf der Sparte Power Systems
  • Fokusverlagerung auf Rüstungsgeschäft
  • Rekordaufträge aus Rumänien und Bundeswehr
  • Aktie trotzdem im Abwärtstrend

Das Unternehmen Rheinmetall aus Düsseldorf wird sich künftig deutlicher als bis dato auf die Rüstungsindustrie bzw. das Rüstungsgeschäft konzentrieren. Der DAX-Konzern hat nunmehr ein wichtiges ziviles Geschäft, nämlich Power Systems, verkauft und dafür einen Preis von 350 Millionen Euro erzielen können.

Für den Vorgang ist weniger der Preis entscheidend als der Umstand, dass Rheinmetall damit bis auf Spurenelemente die zivilen Geschäftsmodelle mehr oder weniger aufgegeben hat. Dies wird an den Börsen bis dato noch gar nicht registriert. Allerdings macht Rheinmetall keinen Hehl daraus, dass die Margen in diesem Sektor deutlich höher sind.

Rheinmetall: Wann hebt sie endlich ab?

Die Notierungen waren am Freitag kaum bewegt worden. 1.194,60 Euro verbuchte die Aktie zum Ende des Freitagshandels. Am Wochenende kamen keine neuen entscheidenden Nachrichten auf, die eine neue Entwicklung einleiten könnten.

Rheinmetall Aktie Chart

Nach inzwischen fast 17 % Kursverlusten in den vergangenen vier Wochen steht die Aktie jetzt, zumindest technisch und charttechnisch betrachtet, immer noch unter Druck. Die Notierungen sind mit weniger als 1.200 Euro klar im Abwärtstrend.

Die entscheidenden wirtschaftlichen Nachrichten, die das Unternehmen an den Aktienmärkten nach vorne katapultieren könnten, sind an sich schon am Markt. So hatte es einen Rekordauftrag bezogen auf das Auslandsgeschäft aus Rumänien gegeben. 5,7 Milliarden Euro werden als Auftragsvolumen angegeben. Unter anderem geht es um Munition und Panzer.

Zudem hat Rheinmetall weitere Aufträge von der deutschen Bundeswehr in den zurückliegenden Wochen erhalten. Dies alles passt zu den ohnehin sehr starken Auftragsbeständen, die Rheinmetall zum ersten Quartal gemeldet hatte. Damals wurden gut 73 Milliarden Euro Auftragsbestand gemeldet. Dies ist ein Rekordwert.

Da das Unternehmen auch zweistellige Gewinnmargen erzielt, dürften die Unternehmensgewinne im laufenden Jahr weiter klettern. Die Börsen scheinen sich davon nicht mehr leiten zu lassen. Analysten hingegen sehen deutliche Kurschancen.

Es gibt Analysten, die von mehr als 2.000 Euro ausgehen. Im Mittel sind annähernd 1.900 Euro als Kursziel ausgerufen. Daran hat sich in den zurückliegenden Tagen im Grunde nichts geändert.

Insofern ist Rheinmetall offensichtlich lediglich massiv unterschätzt.

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