Rheinmetall-Aktie: Nun müssen Sie liefern!

Die Aktie von Rheinmetall hat sich seit Oktober im Wert noch immer mehr als halbiert, trotz Auftragsflut. Die Anleger sind weitaus skeptischer als die Analysten.

Auf einen Blick:
  • Rheinmetall-Aktienkurs seit Oktober 2025 halbiert
  • Daran änderte auch eine Flut an Aufträgen nichts
  • Hat der Rüstungskonzern das falsche Portfolio?
  • Die Analysten sind weiter insgesamt optimistisch

Was ist bloß mit der Aktie von Rheinmetall los? Trotz Auftragsmeldungen in Serie haben sich die Papiere des Düsseldorfer Rüstungskonzerns seit Oktober 2025, als gut 2000 Euro auf dem Kurszettel standen, im Wert mehr als halbiert. An den Analysten kann es nicht liegen, dass die Rheinmetall-Aktie ihre Erfolgsgeschichte aus den Vorjahren nicht mehr fortsetzt. Diese hatten ihre Kursziele zwar zuletzt reduziert, doch selbst die niedrigste Prognose von 1150 Euro sieht noch Luft nach oben. Daher ist die Eingangsfrage wohl berechtigt: Was ist da bloß los?

Rheinmetall: Aufträge alleine reichen nicht

Einzelne Beobachter mahnen, dass das alleinige Ansammeln von milliardenschweren Aufträgen, wie es Rheinmetall erst zuletzt in Großbritannien gelang, nicht ausreichen. Die Märkte wollen sehen, dass diese auch entsprechend umgesetzt werden. Doch selbst wenn der Konzern nun aufs Tempo drückt – es könnten schlicht die falschen Bestellungen sein, wie ein Analyst jüngst anmerkte.

Benjamin Heelan von der Bank of America (BofA) bemängelte jüngst den starken Fokus von Rheinmetall auf das Geschäft mit Waffen und Munition. Dieses bleibe in den Planungen des Rüstungskonzerns bis 2030 noch immer die größte Sparte. „Aus Sicht von Heelan verändert sich die moderne Kriegsführung allerdings zunehmend“, schrieb das Manager Magazin vor dem Wochenende.

Setzt Rheinmetall auf die falschen Produkte?

  • Drohnen und Systeme für Präzisionsschläge rückten zulasten klassischer Artillerie in den Fokus, so der BofA-Analyst
  • „Auf diese modernen Systeme dürften sich also auch die Investitionen der NATO-Staaten konzentrieren“, heißt es

Angesichts der NATO-Pläne für Luftverteidigung und autonome Systeme dürften die Risiken für die mittelfristigen Ziele von Rheinmetall im Munitionsgeschäft steigen, schlussfolgerte Heelan. In der Folge reduzierte er seine Prognose für Rheinmetall deutlich von zuvor 1770 auf 1300 Euro. Dennoch sieht er also weiteres Kurspotenzial – und empfahl den Kauf der Rheinmetall-Aktie. Die Anleger allerdings bleiben bislang skeptisch.

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