Hinter der Aktie von Rheinmetall liegt bislang eine Woche zum Vergessen. Nur ganz kurz waren die Papiere des Rüstungskonzerns am Montag nach einem milliardenschweren Auftrag aus dem Vereinigten Königreich zuvor 992 bis auf 1.015 Euro gestiegen. Mittlerweile notiert die Rheinmetall-Aktie wieder deutlich niedriger bei rund 970 Euro. Seit ihrem Zwischenhoch bei einem Kurs von 1.146 Euro am Dienstag vergangener Woche beläuft sich der Abschlag bereits auf 15 Prozent. Dabei lässt das Unternehmen in Sachen Neuigkeiten nicht nach.
Rheinmetall und Space Norway kooperieren
Denn wie seit Mittwoch bekannt ist, haben die Rheinmetall AG und die Space Norway AS ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit im Bereich weltraumgestützter Fähigkeiten für Verteidigungsanwendungen weiter auszubauen. Im Fokus der Kooperation stehe insbesondere die maritime Lagebilderstellung (Maritime Domain Awareness), heißt es. Die Vereinbarung baut laut Rheinmetall auf dem bereits bestehenden Austausch der beiden Unternehmen auf.
„Konkret geht es um die Bereiche Satellitenkommunikation, Sensoren und Missionssysteme sowie deren Integration in übergeordnete Führungs- und Informationssysteme“, so die Mitteilung. Ziel der Zusammenarbeit sei die Entwicklung zukünftiger Fähigkeiten für Kunden in Deutschland sowie perspektivisch in weiteren verbündeten Staaten. Kern des MoU ist die geplante Einbindung der C-Band-SAR-Satellitenfähigkeiten von Space Norway.
- Mit dem Programm SPOCK-1 verfüge Deutschland bereits über „eine vielfach bewährte und operativ erprobte hochauflösende X-Band-SAR-Fähigkeit“
- Diese werde durch Rheinmetall ICEYE Space Solutions auf Basis der führenden Satellitentechnologie von ICEYE realisiert, heißt es
Rheinmetall-Aktie verliert gut die Hälfte an Wert
Timo Haas, CEO der Division Digital Systems von Rheinmetall, spricht bei der Kooperation mit Space Norway von „einem Meilenstein, um unsere sich ergänzenden Weltraumfähigkeiten zusammenzuführen und passgenaue Lösungen für anspruchsvolle Kundenanforderungen zu entwickeln“. Die Anleger indes zeigen sich unbeeindruckt. Seit ihrem Höchststand im Oktober hat der Konzern mehr als die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt.
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