Rheinmetall-Aktie: Sie hat es geschafft!

Rheinmetall verfügt über mehr als 80 Milliarden Euro Auftragsbestand, während Analysten trotz Börsensorgen Kursziele von über 1.650 Euro sehen.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt auf 1.017,40 Euro
  • Bundeswehrprogramm umfasst 45 Milliarden Euro
  • Auftragsbestand übersteigt 80 Milliarden Euro
  • Analysten sehen Ziele über 1.650 Euro

Einen kleinen Aufschlag schaffte heute zunächst die Aktie von Rheinmetall. Mit einem Plus von 0,1 % erreicht sie 1.017,40 Euro. Gestern war der Titel zeitweise noch unter die Marke von 1.000 Euro gefallen, bevor er sich zum Handelsende wieder über diese Schwelle schob. Nun allerdings fiel die Notierung schon wieder unter die Marke von 1.000 Euro. Damit ist sie zunächst endgültig im Abwärtstrend angekommen!

Die Nachrichtenlage hat sich kaum verändert. Rheinmetall kämpft um einen enormen Auftrag aus dem Rüstungsprogramm der Bundesregierung im Umfang von 45 Milliarden Euro, von dem sich der Konzern einen erheblichen Anteil sichern möchte.

Wirtschaftlich weiterhin unbelastet

Wirtschaftlich ist Rheinmetall ohnehin gut aufgestellt. Die jüngsten Quartalszahlen hatten einen Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro ergeben. Großaufträge wie der aus Rumänien mit einem Umfang von gut 5,7 Milliarden Euro hatten den Bestand weiter nach oben geschoben.

Der Quartalsumsatz war innerhalb eines Jahres um annähernd 70 % gestiegen. Das operative Ergebnis hatte sich mehr als verdoppelt und mit 562 Millionen Euro sogar die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Rheinmetall Aktie Chart

Dennoch bleibt die Stimmung an der Börse schwach. Dazu trägt nicht nur die Stornierung des Fregattenprogramms durch die Bundesregierung im Juni bei. Auch die steigenden Zinsen sorgen offenbar für Bedenken, ob die erforderlichen Kapazitäten schnell genug aufgebaut werden können, um die großen Auftragsbestände abzuarbeiten.

Analysten teilen diese Skepsis weiterhin nicht. Ihre durchschnittlichen Kursziele liegen nach wie vor bei mehr als 1.650 Euro. Daran hat sich für Rheinmetall derzeit nichts geändert. Die Stimmung ist nicht gut, dies betrifft aber die gesamte Rüstungsindustrie. Die Analysten setzen darauf, dass sich hier der Wind bezogen auf die dann bessere Einschätzung der realen wirtschaftlichen Gegebenheiten schnell wieder in die richtige Richtung dreht.

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