Rheinmetall-Aktie: Sie hat es erneut geschafft!

Rheinmetall bleibt an der Börse unter Druck, während Analysten deutlich höhere Kurse sehen und ein mögliches Dezember-Projekt im Raum steht.

Auf einen Blick:
  • Kurs hält wichtige 1.000-Euro-Schwelle
  • Seit Jahresbeginn 34,77 Prozent verloren
  • Analysten sehen Zielkurs bei 1.670 Euro
  • Aminius-Projekt könnte bis zu 45 Milliarden umfassen

Am Freitag hat die Aktie der Rheinmetall durch einen minimalen Verlust bestätigt, in welche Richtung es aktuell geht. Die Notierungen sind schlicht viel zu schwach bei nun 1.011 Euro. Immerhin konnten sie die Marke von 1.000 Euro verteidigen. Damit hat die Aktie die 1.000-Euro-Marke zuletzt mehrfach behauptet. Mehr findet nicht statt. Aber immerhin: 1.000 Euro halten, was eine kleine, aber feine Nachricht ist.

Auf längere Sicht bleibt die Entwicklung jedoch enttäuschend. Seit Jahresbeginn ging es um 34,77 % abwärts. Die Düsseldorfer liegen damit 10 % unter dem GD100 und 25,9 % unter der 200-Tage-Linie.

Rheinmetall Aktie Chart

Rheinmetall: Warten bis Dezember?

Trotz des Kursrückgangs gibt es weiterhin keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass die Notierungen deutlich höher stehen könnten. Die Märkte teilen diese Einschätzung bislang jedoch nicht. Aus Sicht der Analysten ist die Aktie aktuell unterbewertet: Der durchschnittliche Zielkurs liegt bei circa 1.670 Euro und damit mehr als 600 Euro über dem aktuellen Niveau.

Belastet wird Rheinmetall vor allem durch die externen Rahmenbedingungen. Dazu zählen etwas steigende Zinsen sowie die enormen Auftragsvolumina, die an die Unternehmen der Rüstungsbranche gehen. Gleichzeitig sollen die dafür notwendigen Kapazitäten noch nicht ausreichend vorhanden sein.

Bei Rheinmetall selbst ist insbesondere der formal negative Cashflow aus dem zweiten Quartal ein Problem. Das Unternehmen steht deshalb mit Blick auf die möglicherweise schwierigere Finanzierung des Kapazitätsausbaus unter Beobachtung. Rheinmetall begründete die negativen Cashflow-Daten mit dem Lageraufbau zur Erfüllung der Lieferverpflichtungen. Die Börsen konnte diese Erklärung allerdings nicht beruhigen.

Auch mögliche neue Aufträge haben bislang kaum Wirkung auf den Aktienkurs. So wird Rheinmetall mit einem Auftragspaket in Verbindung gebracht, das im Dezember in Deutschland geschnürt werden könnte. Dabei geht es um ein Projekt namens Aminius, bei dem zusammen mit Partnern angeblich ein Auftragsvolumen von insgesamt bis zu 45 Milliarden Euro möglich wäre.

Die Analysten halten deshalb an ihren Schätzungen fest. Kurzfristig kämpft die Aktie jedoch weiter um die 1.000-Euro-Marke. Nach Meinung von Chartanalysten sollte sie nicht darunter fallen.

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