Besonders schwach ist aktuell die Düsseldorfer Rheinmetall. Die Notierungen fielen am Freitag auf einen Kurs von 1368 Euro und sind damit absolut im Abwärtstrend. Innerhalb einer Woche waren die Kurse gleich um 8,65 % gesackt. In vier Wochen stehen nun rund 17,4 % zu Buche. Die Aktie ist zumindest aus der Warte von Chartanalysten und sonstigen Trendanalysten auf dem Weg nach unten nicht mehr ohne Weiteres aufzuhalten. Jedenfalls fehlt hier die Systematik, um zwingend davon auszugehen, der Trend könnte aus sich selbst heraus noch einmal drehen.
Rheinmetall hat selbst als Unternehmen in den vergangenen Wochen bis auf einen Umstand nichts zu einer schwachen Stimmung beigetragen. Der einzige Makel waren die Prognosen für das laufende Jahr, die am 11. März gemeinsam mit den Zahlen zum vergangenen Jahr berichtet wurden. Der Umsatz soll auf 14 bis 14,5 Mrd. Euro steigen. Analysten waren von gut 15 Mrd. Euro ausgegangen. Seither aber geht es für die Rheinmetall (wie allerdings auch für andere Konzerne der Branche) bergab.
Rheinmetall: Es gibt derzeit keine hilfreichen Nachrichten
Erstaunlich genug ist der Umstand, dass Rheinmetall permanent berichtet, Kooperationen und Projekte werden genannt. Die jüngste Meldung betrifft eine Absichtserklärung mit der spanischen Indra. Es geht um die Produktion von 3.000 LKWs für die spanische Armee. Solche Deals könnten einen weiteren Impuls liefern.
Der bleibt aus, die Aktie geriet weiter unter Druck. Auch Analysten werden sich verwundert die Augen reiben. Deren Kursziele liegen bei im Mittel gut 2.100 Euro.
Rheinmetall Aktie Chart
Aktuell dürften die möglichen Kursgewinne entsprechend sehr hoch sein. Bis dato jedoch haben sich die Analysten mit ihren zuversichtlichen Einschätzungen vollkommen geirrt. Die Börsen bewerten offenbar ein Problem anders als die Analysten: So droht den Düsseldorfern, mit steigenden Auftragsvolumina die Marge schwächer zu werden, heißt es auch. Dies könnte ein Grund für das Verhalten der Börsen sein. Analysten sehen dies anders.
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