Die Rheinmetall-Aktie verlor am Dienstagmorgen 0,9 % auf 1.192 Euro. Seit Anfang Juni hat der Rüstungs-Titel damit 7,7 % an Wert eingebüßt (Stand: 09.06.2026, 8:45 Uhr).
Derweil bereitet sich der Konzern auf die anstehende Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin (ILA Berlin) vor, bei der Rheinmetall einer der Hauptaussteller sein wird.
Auf rund 840 Quadratmetern im Defence Park präsentiert der Düsseldorfer Konzern unter dem Motto „Stark und klar. Über alle Grenzen hinweg.“ sein Angebot als ganzheitlicher Systemanbieter für alle militärischen Einsatzbereiche.
Rheinmetall-Aktie: Vom Weltall bis zum Gefechtsfeld – Aufklärung als roter Faden
Ein zentrales Thema des Messeauftritts ist die lückenlose Verbindung von Aufklärung und Wirkung über alle Ebenen hinweg. Zu den Highlights zählt die MQ-28 Ghost Bat von Boeing – ein bereits erprobtes autonomes Kampfflugzeug, das gemeinsam mit bemannten Maschinen operieren kann. Rheinmetall fungiert dabei als verantwortlicher Systemmanager für die geplante Beschaffung der Bundeswehr bis 2029 und übernimmt Anpassung, Wartung und logistische Unterstützung.
Im Bereich Weltraum stellt Rheinmetall sein Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall ICEYE Space Solutions vor, das eine souveräne deutsche Satellitenkonstellation mit sogenannten SAR-Satelliten aufbaut – Radaraufklärungssystemen, die unabhängig von Wetter und Tageszeit hochauflösende Bilder liefern. Die Bundeswehr hat dem Unternehmen bereits einen Milliardenauftrag für weltraumgestützte Aufklärungsdaten an der NATO-Ostflanke erteilt.
Rheinmetall-Aktie: Drohnen, Flugabwehr und F-35-Fertigung
Auf der ILA ist zudem die Loitering Munition FV-014 zu sehen – eine europäisch produzierte Lenkdrohne mit bis zu 100 Kilometern Reichweite, die Aufklärung und Angriff in einer Plattform vereint. Das bodengebundene Flugabwehrsystem Skyranger 30 wird erstmals in Kombination mit dem Lenkflugkörper DefendAir des Rüstungsunternehmens MBDA präsentiert – eine Reaktion auf die gestiegene Bedeutung von Nahbereichsflugabwehr nach den Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg.
Als industriellen Beleg seiner Luft- und Raumfahrtambitionen verweist Rheinmetall auf seine Fertigungsanlage in Weeze am Niederrhein, wo bereits acht Rumpfmittelteile für den F-35-Kampfjet produziert wurden – im Auftrag des US-Rüstungskonzerns Northrop Grumman und für 14 NATO-Staaten.
Der ILA-Auftritt unterstreicht Rheinmetalls strategischen Kurs: Der Konzern will nicht länger nur als Fahrzeug- und Munitionslieferant wahrgenommen werden, sondern als vollständiger Systemanbieter über alle militärischen Domänen hinweg – Boden, Luft und Weltraum eingeschlossen.
Die ILA Berlin startet am 10. Juni 2026 für Fachbesucher und am 12. Juni für Privatbesucher.
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