Nachdem die Rheinmetall-Aktie mit einem Kursplus von über zehn Prozent eine sehr gute letzte Handelswoche erlebt hat, startet sie mit einem Minus von gut zwei Prozent in die neue, verkürzte Woche. Ist der Schwung des deutschen Rüstungskonzerns schon wieder zu Ende?
Das drückt auf den Kurs
Einige Anleger scheinen die Kursgewinne der letzten Tage zu nutzen, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die Nachricht über eine Kooperation mit dem US-Luftfahrtkonzern Boeing bei einer Bundeswehr-Ausschreibung hat die Rheinmetall-Aktie zuletzt stark nach oben getrieben. Anleger treibt möglicherweise die Sorge, dass die US-Inflationsdaten am Freitag höher als erwartet ausfallen könnten.
Vielleicht wirkt sich auch eine Herabstufung durch die Citigroup mit ein wenig Verspätung negativ auf die Rheinmetall-Aktie aus. Ihre Analysten haben das Rating zuletzt von „Kaufen“ auf „Neutral“ reduziert.
Nach Meinung der Citigroup hat der Markt die extremen Wachstumshoffnungen bereits sehr optimistisch eingepreist. Zudem wird gewarnt, dass der zunehmende Wettbewerb auf dem Munitionsmarkt künftig auf die bisher traumhaften Margen von Rheinmetall drücken könnte.
Nicht zuletzt dürfte auch US-Präsident Trump der Rheinmetall-Aktie einen Dämpfer versetzt haben mit seiner Aussage, dass ein NATO-Austritt der USA durchaus denkbar ist. Ein Abschied der Vereinigten Staaten aus dem Verteidigungsbündnis wäre nicht nur eine Katastrophe für das Verteidigungsbündnis, sondern auch für europäische Rüstungskonzerne wie Rheinmetall. Er würde die langfristige Planbarkeit von internationalen Rüstungsprojekten mit US-Konzernen deutlich erschweren.
Ein Panzer im Schlamm
Die Rheinmetall-Aktie ist momentan wie ein schwerer Panzer im Schlamm. Die Auftragsbücher sind voll bis obenhin, aber an der Börse fehlt gerade der nötige Grip, weil Anleger Angst haben, dass die „Rüstungsparty“ ihren Höhepunkt bereits überschritten hat.
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