Rheinmetall-Aktie: Schockstarre – Doppel-Kracher verpufft!

Trotz Ankündigung neuer Kooperationen mit GEK TERNA und OHB setzt sich der Abwärtstrend der Rheinmetall-Aktie fort.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt weiter auf 930 Euro
  • Kooperation mit GEK TERNA vereinbart
  • Gemeinsames Weltraumprojekt mit OHB
  • Fregatten-Aus belastet Anlegervertrauen

Nach dem Crash vom Mittwoch musste die Rheinmetall-Aktie auch am Donnerstag Federn lassen. Konkret ging es zur Mittagszeit um weitere 2 % auf 930 Euro nach unten. Zum Vergleich: Noch Anfang der Woche hatte Deutschlands Rüstungsprimus bei 1.200 Euro notiert. Das 1-Jahres-Minus summierte sich somit auf -46,5 % (Stand: 25.06.2026, 12:00 Uhr).

Rheinmetall-Aktie: Neue Kooperationen mit GEK TERNA und OHB

Derweil gibt sich der Konzern größte Mühe, mit positiven News zu punkten. So treibt Rheinmetall nach eigenen Angaben eine internationale Expansion mit zwei neuen Partnerschaften voran.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hat zum einen eine Kooperation mit dem griechischen Infrastruktur- und Industriekonzern GEK TERNA vereinbart. Zum anderen vertieft Rheinmetall gemeinsam mit dem Raumfahrtunternehmen OHB seine Aktivitäten im Bereich militärischer Satellitenkommunikation. Beide Projekte sollen die Position des Unternehmens in wichtigen Zukunftsmärkten stärken.

Die Vereinbarung mit GEK TERNA zielt darauf ab, die griechische Verteidigungsindustrie stärker in internationale Rüstungsprogramme einzubinden. Rheinmetall will dabei seine industrielle Präsenz in Griechenland ausbauen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen intensivieren. Hintergrund sind die steigenden Verteidigungsausgaben vieler NATO-Staaten sowie die Bemühungen europäischer Länder, ihre Rüstungsproduktion auszubauen.

Rheinmetall-Aktie: Einstieg in milliardenschwere Weltraumprojekte

Parallel arbeitet Rheinmetall mit OHB am Großprojekt SATCOMBw Stufe 4. Dafür haben beide Unternehmen bereits das Gemeinschaftsunternehmen OHB Rheinmetall Space Networks gegründet. Ziel ist die Entwicklung eines neuen militärischen Satellitenkommunikationssystems für die Bundeswehr. Das Vorhaben soll künftig eine sichere und leistungsfähige Vernetzung von Soldaten, Fahrzeugen, Drohnen und militärischen Plattformen ermöglichen.

Branchenberichten zufolge könnte das Projekt zu den größten Raumfahrtvorhaben der Bundeswehr zählen. Deutschland plant in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen in militärische Weltraumtechnologien und Satellitenkommunikation.

Rheinmetall-Aktie nach Fregatten-Debakel: Schock sitzt tief

Diese Erfolgsmeldungen und deren eigentlich gute Zukunftsperspektive konnten an der Börse jedoch nicht verfangen. Noch immer sitzt der Schock rund um das gecancelte Fregatten-Projekt tief, was bei Investoren offenbar einen deutlichen Vertrauensverlust zur Folge hatte.

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