Rheinmetall-Aktie: Schnell-Meldung!

Der Rüstungskonzern verliert einen milliardenschweren Fregatten-Auftrag, was einen heftigen Kursrutsch von fast 15 Prozent auslöst.

Auf einen Blick:
  • Kurssturz von fast 15 Prozent
  • Milliardenauftrag für Fregatten gestrichen
  • Rheinmetall investierte 1,5 Milliarden Euro
  • Unternehmenserklärung wird in Kürze erwartet

Welchen Weg wird die Düsseldorfer Rheinmetall nehmen? Das ist am heutigen Mittwoch umstrittener denn je zuvor. Die Aktie ist bis dato annähernd 15 %nach unten gekracht und notiert teils bei weniger als 1.000 Euro je Anteilsschein. Das ist brisant.

Damit ist die Aktie aus charttechnischer und technischer Sicht in einem extrem kritischen Bereich. Sie befindet sich inzwischen bei Weitem nicht mehr in einer Zone, die man ohne Sorge betrachten wird. Ein schnelles Comeback ist unwahrscheinlicher geworden.

Rheinmetall: Der Auftrag ist weg

Der heutige Kursrutsch ist damit verbunden, dass ein großes Rüstungsprojekt, das möglicherweise in den Visionen und Projektionen von Investoren eine wichtige Rolle gespielt hat, endgültig abgesagt wird. Die Beschaffung von F126-Fregatten durch die Bundesregierung ist vom Tisch. Dieses Projekt sollte ein Auftragsvolumen von 12,8 Mrd. Euro umfassen. Die Rheinmetall hatte den Auftrag quasi durch den Kauf einer Werft selbst fortführen wollen und dafür 1,5 Mrd. Euro investiert.

Nun sieht alles anders aus. Sicher wird das Unternehmen sich recht schnell dazu erklären und auch die entsprechenden wirtschaftlichen Auswirkungen erläutern müssen.

Ein Kursabschlag in Höhe von fast 15 % auf Basis einer solchen Meldung ist jedoch ein echter Hammer: Das Unternehmen wird im laufenden Jahr einen Umsatz von über 14 Mrd.Euro einfahren und soll bis 2030 über 40 Mrd. Euro Jahresumsatz erzeugen. Die Frage ist, wie schnell sich die Düsseldorfer davon erholen, diesen einen möglichen (!) Auftrag zu verlieren.

Die Frage wird auch sein, ob die Rheinmetall davon so überrascht ist wie der Markt? Dies wäre allerdings erstaunlich. Denn die Bundeswehr ist wie in den vergangenen Wochen schon mit neuen Aufträgen so etwas wie der beste Kunde der Rheinmetall.

Die Märkte haben hier spekulativ den Daumen so massiv gesenkt, dass tatsächlich die kommende Erklärung des Unternehmens selbst wahrscheinlich das wichtigste Zeichen am Markt sein wird. Also kann sich heute, ggf. in den kommenden Tagen Klarheit und viel Bewegung einstellen.

Rheinmetall Aktie Chart

Dass eine solche Erklärung kommt, darf als sicher gelten, denn kursrelevante Informationen wie die jetzige Absage durch die Bundesregierung sind für börsennotierte Gesellschaften mit einem Listing, wie Rheinmetall es hat, unabdingbar damit verbunden, sich dazu zu erklären.

Insofern darf man die kommenden Stunden und Tage abwarten, um zu sehen, wie schnell sich das Unternehmen nun von diesem Schlag erholen wird.

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