Rheinmetall Aktie: Schakal-Auftrag schiebt den Kurs an

Symbolbild, KI-generiert

Der Konzern erhielt mit MSC den Zuschlag für Mangalia und meldet einen neuen Schakal-Auftrag für ARTEC.

Auf einen Blick:
  • Mangalia-Zuschlag gemeinsam mit MSC erhalten
  • ARTEC erhält Auftrag über 69 Schakal-Fahrzeuge
  • Auslieferungen von 2032 bis 2033 geplant
  • UBS senkt Kursziel auf 1.360 Euro

Rheinmetall baut mit der geplanten Übernahme der Mangalia-Werft sein Engagement im Schiffbau aus: Gemeinsam mit MSC erhielt das Unternehmen am 19. Oktober den Zuschlag für 138 Millionen Euro. Die Aktie steigt heute um 4,2%; als Kurstreiber gilt der gemeldete Schakal-Auftrag für das Gemeinschaftsunternehmen ARTEC.

Die rumänische Werft soll nach Angaben von Rheinmetall zu einem Standort für zivile und militärische Schiffbauaktivitäten entwickelt werden. Partner bei der geplanten Übernahme ist die Schweizer Reederei MSC. Den Zuschlag erhielten beide Unternehmen gemeinsam bei einer Auktion.

Schakal-Auslieferungen ab Mai 2032

Die Beschaffungsorganisation OCCAR beauftragte ARTEC, das Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und KNDS Deutschland, mit weiteren Radschützenpanzern des Typs Schakal. Von den insgesamt 69 Fahrzeugen sind 35 für Deutschland und 34 für die Niederlande vorgesehen.

Rheinmetall beziffert seinen Auftragswert auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Auslieferung ist zwischen Mai 2032 und November 2033 geplant.

Produktionsausbau und gesenktes Kursziel

Neben der geplanten Werftübernahme meldete Rheinmetall vor gut einer Woche die Eröffnung der „UK Gun Hall“ in Telford. Damit kehrte nach Unternehmensangaben die eigenständige Fertigung großkalibriger Waffen nach Großbritannien zurück. Der Aufbau vom leeren Gebäude zur Produktionsstätte dauerte acht Monate.

Rheinmetall nannte für seine britischen Aktivitäten Investitionen von mehr als 200 Millionen Pfund über die vergangenen fünf Jahre. Im Zusammenhang mit dem Standort meldete das Unternehmen mehr als 100 qualifizierte Arbeitsplätze.

Bei den Analysten überwog dagegen zuletzt die Vorsicht beim Kursziel: Medienberichten zufolge senkte UBS am 20. Oktober ihre Zielmarke von 1.600 auf 1.360 Euro. Die Einstufung „Buy“ ließ das Analysehaus unverändert.

Als nächster bestätigter Ergebnistermin steht der 5. November an. Dann veröffentlicht Rheinmetall die Quartalsergebnisse für das dritte Quartal 2026.

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