Es hat sich schon seit Monaten abgezeichnet und ist nun auch in einen Vertrag gegossen worden. Wie Rheinmetall am Mittwoch mitteilen ließ, wird das zivile Geschäft an den Finanzinvestor Aequita verkauft. Der Konzern konzentriert sich damit in Zukunft voll und ganz auf das Rüstungsgeschäft, welches sowohl höhere Umsätze als auch deutlich bessere Margen liefert.
Allzu viel Begeisterung darüber herrscht an der Börse allerdings nicht. Der Verkaufspreis soll bei 350 Millionen Euro liegen. Laut Rheinmetall könnte sich dies bis zum Vollzug der Transaktion zwar noch ändern. Dennoch wird die Summe an den Märkten als eher überschaubar angesehen. Das ist auch ein Zeugnis dafür, wie schwach sich die Geschäfte als Zulieferer zuletzt entwickelten.
Ungünstige Gelegenheit für Rheinmetall?
Manch einer mag da monieren, dass der Zeitpunkt für den Verkauf eher ungünstig ist. In einer stärkeren Position wären schließlich höhere Beträge möglich gewesen. Rheinmetall geht es aber vor allem darum, sich auf seine Wachstumsgeschäfte zu konzentrieren. Vielleicht sollen für die Zukunft auch die Bilanzen etwas aufgehübscht werden, welche durch das zivile Segment eher belastet wurden.
Rheinmetall Aktie Chart
Die Aktie reagierte am Donnerstag mit leichten Verlusten von 0,8 Prozent, womit die zuvor eroberte Marke bei 1.200 Euro schon wieder aus der Hand gegeben wurde. Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels standen 1.192 Euro auf dem Ticker.
Es hört nicht auf
Ein wenig mehrten sich zuletzt die Zweifel daran, wie lange das ansehnliche Wachstum im Rüstungsegment noch anhalten mag. Immer wieder lassen Spekulationen über einen möglichen Frieden in der Ukraine die Rheinmetall-Aktie schwächeln. Doch tatsächlich in Aussicht ist ein solcher noch nicht und ganz unabhängig davon sind dem Unternehmen selbst im Friedensfall noch zahlreiche (neue) Aufträge sicher. Wie gehabt können niedrigere Kurse daher durchaus als Einstiegschance verstanden werden.
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