Die Rheinmetall-Aktie zeigte sich am Dienstagmorgen freundlich. So legte der Rüstungs-Titel um 3,9 % auf 1.185 Euro zu. Ein wirklich nachhaltiger Befreiungsschlag gelang der Aktie zuletzt trotzdem nicht. Auf 6-Monats-Sicht steht ein Minus von rund -21 % (Stand: 16.06.2026, 9:00 Uhr).
Derweil hat der deutsche Konzern eine weitere interessante Kooperation gemeldet. So haben Rheinmetall und das südkoreanische Verteidigungsunternehmen LIG Defense&Aerospace kürzlich eine strategische Partnerschaft im Bereich Luftverteidigung vereinbart. Kurzfristiges Ziel ist die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, an dem Rheinmetall die Mehrheit halten wird.
Rheinmetall-Aktie: Koreanische Raketentechnologie trifft auf europäisches Vertriebsnetz
Im Zentrum der Kooperation steht die Lokalisierung, Weiterentwicklung und Vermarktung der mittel- und weitreichenden Luftverteidigungs-Raketensysteme von LIG D&A in Europa – kombiniert mit Rheinmetalls bestehender Nahbereichs-Luftverteidigung. Damit wollen beide Partner eine durchgängige Produktlinie über alle Reichweitenklassen der Luftabwehr anbieten, von kurzer bis großer Distanz.
Ergänzend haben sich beide Unternehmen darauf verständigt, gemeinsam neue Lenkflugkörper für den Kurzstreckenbereich zu entwickeln, um bestehende Lücken in diesem Segment zu schließen.
Oliver Dürr, Chef der Rheinmetall-Sparte Air Defence, betonte, beide Unternehmen verfügten über ein sich ideal ergänzendes Portfolio bodengestützter Luftverteidigungslösungen. Ickhyun Shin, Präsident und Geschäftsführer von LIG D&A, sprach von der Absicht, gemeinsam ein Verteidigungszentrum für Luftverteidigungs-Raketenlösungen in Europa aufzubauen, und verwies auf die kürzlich eröffnete europäische Repräsentanz seines Unternehmens in München.
Rheinmetall-Aktie: Erfahrene koreanische Systeme als Ergänzung zum eigenen Portfolio
LIG D&A, ehemals als LIG Nex1 bekannt, zählt zu den führenden Rüstungssunternehmen Südkoreas und hat unter anderem die Raketensysteme L-SAM, MSAM-II und das tragbare Kurzstreckensystem CHIRON entwickelt – allesamt Systeme, die bereits im Einsatz erprobt sind. Die Partner begründen den Schritt mit den Lehren aus den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten, die gezeigt hätten, wie entscheidend unabhängige und verlässliche Lieferketten für mehrschichtige Luftverteidigung geworden seien.
Für Anleger fügt sich die Partnerschaft nahtlos in Rheinmetalls Strategie ein, sein Portfolio in der Flugabwehr durch gezielte internationale Kooperationen zu erweitern. Nach den jüngsten Fortschritten im Bereich Robotik, Weltraum und Marineschiffbau erweitert der Konzern mit dem südkoreanischen Partner nun auch sein Angebot im wachstumsstarken Markt für Lenkflugkörper.
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