Bernstein Research hat Rheinmetall heute von „Outperform“ auf „Market-Perform“ abgestuft und das Kursziel von 1.200 auf 1.000 Euro gesenkt. Nach Angaben von dpa-AFX belasten die Reaktionen auf die Gewinnwarnung das Papier weiter. Die Aktie fällt heute um 2,1%.
Analysten senken ihre Erwartungen
Auch Oddo BHF reagierte heute mit einer Herabstufung: Medienberichten zufolge senkte das Haus seine Einstufung von „Outperform“ auf „Neutral“. Zugleich reduzierte es das Kursziel von 1.670 auf 1.200 EUR.
Die beiden Abstufungen folgen auf die gesenkten Jahreserwartungen des Konzerns. Bernstein Research und Oddo BHF verbinden damit niedrigere Kursziele mit einer vorsichtigeren Einstufung der Aktie.
Verzögerungen belasten den Jahresausblick
Rheinmetall hatte am Mittwoch seine Umsatzprognose für 2026 auf rund 13,2 Mrd. Euro reduziert. Zuvor hatte der Konzern mit 13,7–14,2 Mrd. Euro gerechnet.
Als Gründe nannte das Unternehmen Verzögerungen bei der Beauftragung des Boxer-Projekts Arminius sowie verschobene Losabnahmen für Artilleriemunition. Auch bei der Profitabilität nahm Rheinmetall seine Erwartungen zurück: Die operative Margenprognose sank von rund 19% auf rund 18,5%.
Die gestern veröffentlichten Quartalszahlen weisen zugleich deutliches Wachstum aus. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 62% auf 553 Mio. Euro.
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Rheinmetall einen Umsatz von 8,376 Mrd. Euro. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug 38%. Das operative Ergebnis stieg um 68% auf 1.339 Mio. Euro; die operative Marge erreichte 16,0%.
Rheinmetall führt zudem einen Aktienkauf des Vorstandsvorsitzenden Armin Papperger in seinen Meldungen zu Eigengeschäften von Führungskräften auf. Als Transaktionsdatum nennt das Unternehmen den gestrigen Tag.
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