Rheinmetall-Aktie: Prognose gegen Auftrag!

Trotz niedrigem Kursziel durch einen US-Analysten, bleibt die Rheinmetall-Aktie im Aufwärtstrend. Das könnte mit einer 500 Millionen Euro schweren Neubestellung zu tun haben.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie hat sich binnen einer guten Woche stark verbessert
  • Dabei hatte JP Morgan am Montag ein eine bescheide Prognose abgegeben
  • Zugleich aber meldete der Rüstungskonzern einen Großauftrag der Bundeswehr

Der Aufwärtstrend von Rheinmetall bleibt intakt. Am Montag der Vorwoche dümpelten die Papiere des Rüstungskonzerns bei einem Kurs von 1.120 Euro, bis zum Wochenende hatten sie sich bereits auf 1.202 Euro verbessert. Doch auch der Start in die neue Börsenwoche ist gelungen: Den Montag beendete die Rheinmetall-Aktie bei 1.214 Euro, am Dienstag im steht sie nach dem Mittag bei 1.222 Euro. Dass sie sich in gut einer Woche um gut neun Prozent verbesserte, kommt zum einen überraschend, zum anderen aber auch nicht. Es stehen quasi Prognose gegen Auftrag.

Rheinmetall Aktie Chart

Niedriges Kursziel für Rheinmetall

Denn tatsächlich hatte sich am Montag David Perry von der US-Bank JP Morgan gemeldet und die Einstufung für Rheinmetall mit einem Kursziel von lediglich 1350 Euro auf „Neutral“ belassen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien zwar stark gewesen, schrieb Perry, auf mittlere Sicht gebe es jedoch „zunehmend Unsicherheiten“. Dass die Aktie nach einer solchen Botschaft ihren Aufwärtstrend fortsetzt, lag wohl an einer weiteren Nachricht.

Denn ebenfalls am Montag teilte Rheinmetall mit, weitere mobile Rettungsstationen an die Bundeswehr zu liefern. „So soll die Truppe in Erweiterung einer früheren Bestellung zusätzlich insgesamt 149 geschützte und ungeschützte Systeme im Wert von über 500 MioEUR brutto erhalten“, hieß es. Dieser Abruf aus einem Ende 2024 erteilten Rahmenvertrag sei der bislang größte Auftrag, den die beauftragte Rheinmetall Project Solutions GmbH jemals erhalten habe.

  • Das System bietet einen Notfallbehandlungsplatz sowie vier weitere Behandlungsplätze
  • Die Produktion der Rettungsstationen soll laut Rheinmetall im ersten Quartal 2027 beginnen

Rheinmetall liefert Rettungsstationen für Bundeswehr

Mit dem im Juli 2026 gebuchten Auftrag erhöht sich die Stückzahl der Rettungsstationen demnach auf 165 Systeme im Gesamtwert von mehr als 600 Millionen Euro brutto. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hatte Rheinmetall im Dezember 2024 zunächst damit beauftragt, bis zu 137 Rettungsstationen an die Bundeswehr zu liefern. Zehn ballistisch geschützte und sechs ungeschützte Systeme waren damals fest beauftragt worden.

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