Der Start ins neue Börsenjahr war für Rheinmetall noch recht bescheiden. Von 1.561 Euro noch am letzten Handelstag im Dezember verbesserten sich die Papiere des Rüstungskonzerns am Freitag auzf 1602 Euro, ein Aufschlag von 2,6 Prozent. Am Montag allerdings war plötzlich alles anders. Die Rheinmetall-Aktie legte einen Sprung um 9,05 Prozent auf 1.747 Euro hin. Hintergrund waren wie bei anderen Rüstungstiteln die Vorkommnisse in Venezuela – und ein Großauftrag im dreistelligen Millionenbereich.
Bundewehr bestellt erneut Munition bei Rheinmetall
Denn die Bundeswehr hat Rheinmetall erneut einen Lieferauftrag für 30mm-Schützenpanzer-Munition erteilt. Laut Mitteilung bestellten die deutschen Streitkräfte weitere Patronen aus einem 2022 geschlossenen und jetzt erweiterten Rahmenvertrag. Der neue Auftragseingang liegt laut Unternehmensangaben bei mehreren hundert Millionen Euro.
Zur Verstärkung ihrer Puma-Flotte habe die Bundeswehr erst vor kurzem die Joint-Venture-Partner Rheinmetall und KNDS Deutschland mit der Lieferung von 200 zusätzlichen Exemplaren beauftragt. Ausgestattet sei der Schützenpanzer Puma mit Rheinmetalls Maschinenkanone MK30-2/ABM (Airburst Munition). „Sie kombiniert hohe Kadenz und moderne Munitionstechnologie nach dem neuesten Stand“, so Rheinmetall.
- Das mache die MK30-2/ABM mit programmierbarer Munition zu einem „kompromisslosen, äußerst zuverlässigen Waffensystem“
- Mit einem Wirkungsradius von merh als 2000 Metern sei die MK30-2/ABM äußerst wirksam gegen Land-, Luft- und Seeziele
Aufträge im Milliardenumfang für Rheinmetall
Im Dezember 2022 hatte die Bundeswehr mit Rheinmetall einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Munition im Kaliber 30mm x 173 für den Schützenpanzer Puma geschlossen. Der Kontrakt mit einer Laufzeit bis 2028 wurde nun hinsichtlich der Liefermenge und des Auftragsvolumens erweitert. Er sehe nunmehr die Lieferung einer hohen sechsstelligen Anzahl an Patronen mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro vor. In einem zusätzlichen Abruf wurde zudem eine Munitionsmenge in mittlerer sechsstelliger Stückzahl beauftragt.
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