Liebe Leserinnen und Leser,
gestern hat die Aktie von Rheinmetall einen Abschlag in Höhe von -1,68 % zum Abschluss der Handelswoche vor dem Osterfest hinnehmen müssen. Die Notierungen sind damit allerdings im Verlauf der vergangenen Woche insgesamt etwas stabiler geworden.
Die Aktie notiert nun bei 1555,00 Euro. Zwischenzeitlich war das Papier zu Beginn der Woche auf 1368 Euro auf einen längerfristigen Tiefpunkt gefallen. Erste Stimmen hatten sich verbreitet, dass das Unternehmen in einen sehr deutlichen Abwärtstrend würde geraten können. Teils war von einem Crash die Rede. Die Notierungen haben sich schnell wieder erholt.
Rheinmetall: Die ersten Schritte sind gelungen
Genau gesagt haben sich dann die Notierungen an drei Tagen hintereinander wieder deutlich aufwärts geschoben. Am Mittwoch war es sogar um 9,14 % aufwärts gegangen. Der erhoffte nachhaltige Durchbruch gelang allerdings nicht.
Rheinmetall Aktie Chart
Die Aktie konnte im ersten Anlauf die Marke von 1600 Euro nicht überwinden. Das allerdings soll den positiven Befund zum Ende der Handelswoche nicht ganz trüben. Die Rheinmetall ist damit bei weitem noch nicht im Aufwärtstrend angekommen, zeigt allerdings tendenziell Erholungsmöglichkeiten auf. Zuletzt hatte der Markt möglicherweise darauf reagiert, dass die Rüstungssparte insgesamt schwächer geworden sind.
Die hatten sich wieder etwas zurückgezogen, weil US-Senats-Mitglieder für einen Verbleib der USA in der NATO notierten. Ein Auseinanderbrechen der NATO würde letztlich europäische Rüstungsunternehmen deutlich voran bringen, war in den vergangenen Tagen offenbar geworden. Nun sieht es möglicherweise eher nach einer Stabilisierung der NATO aus, womit sich die ältere Skepsis gegenüber europäischen Rüstungsunternehmen wieder etwas breiter gemacht hat.
Das Papier insgesamt ist allerdings aus Sicht von Analysten deutlich unterbewertet. Es kommen auch jetzt noch fast Tag für Tag neue Meldungen über die Rheinmetall am Markt an. So hatte vor nur 2 Tagen die Goldman Sachs mit einer Heraufstufung des Kursziels wieder für Aufmerksamkeit gesorgt. Das Papier sei 2300 Euro wert, gaben die Amerikaner an. Goldman Sachs wiederum hat einen erheblichen Einfluss auf die Stimmung am Markt.
Deshalb lohnt es sich, deren Einschätzung zu begutachten.
Goldman Sachs ist zuversichtlich
Das Papier ist auf der so genannten European Connection List aufgenommen worden. Dies ist eine Liste, mit der Goldman Sachs besonders aussichtsreiche Werte in Europa zusammenfasst. Diese Liste hat durchaus Bedeutung bei größeren Investoren oder auch bei institutionellen Investoren.
Dazu hat der Analyst Sam Burgess von Goldman Sachs auch erläutert, dass die Rheinmetall die Nummer eins in der Rüstungsbranche sei. Rheinmetall würde vom europäischen Aufrüstungszyklus profitieren, hieß es.
Nach drei Jahrzehnten vernachlässigter Investitionen sei die Rüstung in Europa inzwischen ein strukturelles Thema. Dies wiederum würde der Rheinmetall helfen, insofern der Konzern das richtige Länder-Engagement betreibe und bezogen auf die größten Rüstungslücken in Europa den richtigen Produktmix aufweise.
Rheinmetall ist damit gut aufgestellt
Deutschland wiederum habe eine hohe Bedeutung für die Rheinmetall. 40 % der Umsätze deren Düsseldorfer werden in Deutschland erwirtschaftet.
Deutschland dürfte auch einen hohen Nachholbedarf in Sachen Rüstung haben, wie die jüngeren politischen Debatten schon vor dem Ausbruch des Kriegs im Iran zeigen.
Der Analyst wiederum betonte, dass Rheinmetall obendrein zu dem Länder-Mix Produkte wie Drohnen und Drohnen-Abwehrsysteme im Produktportfolio habe. Drohnen und Drohnen-Abwehrsysteme sind sicherlich heutzutage ein wichtiger Baustein in der Rüstungs-Systematik.
Der Analyst räumt auf der einen Seite ein, dass die Aktie bezogen auf die kommenden zwölf Monate teuer wirke. Allerdings betonte der Analyst von Goldman Sachs auch, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bezogen auf das so genannte EBIT bei 30 % darüber liege.
Das würde wiederum bedeuten, dass die Bewertung des Papiers recht schnell wiederum gerechtfertigt sei. Insofern ist das Kursziel mit 2300 Euro benannt worden. Insgesamt sind die Analysten im Konsens weiterhin in der Meinung, dass die Aktie bei ungefähr 2050 Euro als Kursziel liegt.
Dies ist ein Aufschlag in Höhe von ziemlich genau 500 Euro. D.h., dass die Aktie annähernd noch ein Potenzial in Höhe von einem Drittel oder auch gut 30 % habe. Die bis dato feststellbare Krise des Unternehmens an den Aktienmärkten ist zumindest tatsächlich nach Auffassung der Analysten nicht gerechtfertigt. Und insofern besteht hier weiterhin eine vergleichsweise hohe Spannung, bezogen auf das, was der Markt nach dem doch zuversichtlichen Verlauf in den vergangenen Tagen in den kommenden Sitzungen der neuen Handelswoche machen wird.
Möglicherweise wird sich der Markt jenseits der vergleichsweise schwachen Stimmung bezogen auf die hohen Rüstungsausgaben in Europa endlich eines Besseren besinnen können.
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