Rheinmetall-Aktie: Das passt nicht zusammen!

Die Aktie von Rheinmetall befindet sich am Freitagmorgen bereits wieder im Abschwung. Gute Nachrichten verpuffen beim Rüstungskonzern an der Börse schnell.

Auf einen Blick:
  • Rheinmetall hatte zuletzt gleich mehrere gute Nachrichten am Markt platziert
  • So hat der Rüstungskonzern etwa seine Kreditlinie auf 1,5 Milliarden verdoppelt
  • Mit Satelliten erobert Rheinmetall zudem den Weltraum – in Kalifornien und Neuss
  • Die Aktie hat jeweils nur kurz positiv reagiert, am Freitag geht es wieder abwärts

Die Erholungsphase bei der Aktie von Rheinmetall scheint bereits wieder vorbei. Am Donnerstag hatten sich die Papiere des Rüstungskonzerns erstmals seit Tagen wieder erholt, auf Tradegate ging es von zuvor 926 Euro auf letztlich 937 Euro nach oben. Doch den Freitag beginnt die Rheinmetall-Aktie bereits wieder im Minus, notiert aktuell bei noch 928 Euro. Kurzum: Nachrichtenfluss und Kursentwicklung will derzeit nicht zusammenpassen.

Rheinmetall mit erhöhter Kreditlinie

Denn erst am Donnerstag hatte Rheinmetall mitgeteilt, dass das Unternehmen seine Finanzbasis für weiteres Wachstum stärke. Der Konzern habe seine bestehende syndizierte Kreditlinie vorzeitig erneuert und das Volumen von bislang 750 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro verdoppelt, hieß es. Dies sei „ein weiterer wichtiger Schritt, unsere Finanzierungsstruktur konsequent auf das zukünftige Wachstum von Rheinmetall auszurichten“, sagte Rheinmetall-CEO Klaus Neumann. Die Anleger aber honorierten diesen Umstand kaum.

  • Ebenfalls nur kurzzeitig positiven Einfluss hatten zuletzt Neuigkeiten aus dem operativen Bereich
  • Durch gleich zwei Projekte nämlich erobern die Düsseldorfer das Weltall – in Form von Satelliten

Vor einer Woche teilte Rheinmetall mit, dass man im Rahmen einer neuen strategischen Partnerschaft mit dem italienischen Raumfahrtunternehmen Argotec „einen entscheidenden Meilenstein“ erreicht habe: Am 1. Oktober 2026 wurde der erste gemeinsam entwickelte Satellit an Bord einer SpaceX Falcon-9-Trägerrakete von Kalifornien aus in die Umlaufbahn gebracht.

Rheinmetall produziert Satelliten in Neuss

Am Mittwoch dann die Nachricht, dass Rheinmetall ICEYE Space Solutions die Serienproduktion von Satelliten am Standort Neuss aufgenommen hat, weniger als ein Jahr nach ihrer offiziellen Beauftragung im Rahmen des neuen Satelliten-Programms für die Bundeswehr (SPOCK 1). Der Aufbau von Produktionskapazitäten in Deutschland stärke „die technologische und industrielle Basis für weltraumgestützte Aufklärung in Europa“. Die Rheinmetall-Aktie allerdings hat das alles nicht gestärkt.

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