Die Aktie von Rheinmetall war mit einem deutlichen Aufschlag in den Dienstagshandel auf Xetra gestartet. Ausgehend von 1.189 Euro schoben sich die Papiere des Rüstungskonzerns in der ersten Stunde bis auf 1.216 Euro – ein Plus von immerhin 2,2 Prozent. Zudem schien die Rheinmetall-Aktie die psychologisch wichtige Marke von 1.200 Euro endlich nachhaltig zu durchbrechen, war doch eine gute Nachricht für die Düsseldorfer vorausgegangen. Doch offenbar nützt beim ehemaligen Highflyer alles nichts mehr. Bereits zum Mittag hatte sich das Plus auf kümmerliche 0,3 Prozent reduziert, die Aktie fiel auf 1.193 Euro zurück.
Bundeswehr bestellt 23 Rheinmetall-Bergepanzer
Dabei hatte der Konzern am Morgen verkündet, dass Rheinmetall mit der Nachbeschaffung von insgesamt 23 Fahrzeugen der Reihe Bergepanzer 3, dem sogenannten Büffel, durch die Bundeswehr beauftragt worden sei. Vorausgegangen war demnach ein entsprechender Haushaltsbeschluss des Bundestages vom 10. Juni 2026. Der Wert der Beauftragung beläuft sich auf einen Euro-Betrag im mittleren, dreistelligen Millionenbereich.
Im Rahmen der Unterstützung der Ukraine waren laut Rheinmetall in der Vergangenheit 21 der gepanzerten Unterstützungsfahrzeuge des Modells Bergepanzer 2 (BPz 2) und weitere zwei Fahrzeuge des Modells Bergepanzer 3 (BPz 3)abgegeben worden. Die Nachbeschaffung kompensiere diese Abgaben „und stärkt die Fähigkeit der Bundeswehr im Bereich der gepanzerten Berge- und Unterstützungsfahrzeuge“, heißt es.
- Das erste Fahrzeug wird laut Rheinmetall bereits im Dezember 2027 ausgeliefert, nur 18 Monate nach Vertragsschluss
- Um diese frühe Auslieferung ermöglichen zu können, hat der Konzern die Produktion vorfinanziert und bereits im Vorfeld gestartet
Rheinmetall-Aktie verharrt weit im Jahresminus
„Die Entscheidung zur Nachbeschaffung unterstreicht die anhaltende Bedeutung des Bergepanzers 3 als zentrales Unterstützungssystem mechanisierter Kräfte“, gibt sich Rheinmetall selbstsicher. Nur die Aktienmärkte reagieren darauf alles andere als euphorisiert. Seit Jahresbeginn hat die Aktie vielmehr rund ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Daran änderten auch jüngste Kaufempfehlungen mit extrem hohem Kursziel nichts.
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