Rheinmetall steht vor einer ungemein spannenden Woche an der Börse. Wird sich der tendenzielle Aufwärtstrend der Aktie des Rüstungskonzerns aus der Vorwoche fortsetzen, oder war der leichte Abschlag vom Freitag der Vorbote einer erneuten Korrektur? Völlig offen. Sicher ist lediglich, dass Rheinmetall zuletzt mit zwei Auftragsmeldungen punkten konnte, sich die Aktie in der Folge binnen einer Woche um rund acht Prozent von 1.611 Euro auf 1.740 Euro verbesserte. Dass sich die Düsseldorfer indessen für den Raumfahrt-Laserspezialisten Mynaric interessieren, ist bislang nur ein Gerücht.
Rheinmetall Aktie Chart
Bietet Rheinmetall ebenfallls für Mynaric?
Denn wie Business Insider (BI) und Die Welt vor dem Wochenende übereinstimmend vermeldeten, sei ein brisanter Bieterwettbewerb um den Verkauf des deutschen Unternehmens entbrannt. Nach Informationen aus Branchenkreisen sei Rheinmetall an einer „nationalen Lösung“ mit einer Mynaric-Übernahme interessiert. „Dies würde den bislang geplanten Verkauf des High-Tech-Unternehmens an den US-Raumfahrtkonzern Rocket Lab torpedieren“, heißt es bei BI. Eine offizielle Bestätigung gibt es aber nicht.
- Rheinmetall erklärte demnach auf Anfrage, dass der Konzern, wie in anderen Vergleichsfällen, Themen über mögliche Zukäufe nicht kommentiere
- Im März 2025 hatte Rocket Lab laut Welt den Kauf von Mynaric für 75 Millionen Dollar angekündigt, falls die Bundesregierung dem Verkauf ins Ausland zustimme
Die Entscheidung liegt beim Bundeswirtschaftsministerium, „doch die in der Branche schon längst erwartete Zustimmung wurde bereits mehrfach vertagt“. heißt es.
Dieser Punkt ginge an Rheinmetall
Die Technologie gilt dem Bericht zufolge als strategisch wichtig, zumal Deutschland bis 2030 rund 35 Milliarden Euro in die Weltraumsicherheit investieren wolle. Dies wäre zweifellos ein Punkt für Rheinmetall, wenn das grundsätzliche Interesse tatsächlich vorhanden sein sollte. Die Übernahme wäre jedoch nicht ohne Risiko: Im Frühjahr 2025 konnte Mynaric nur durch ein so genanntes StaRUG-Sanierungsverfahren und dem damit verbundenen, kompensationslosen Ausscheiden aller Altaktionäre gerettet werden.
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