Rheinmetall-Aktie: Der nächste Mega-Deal!

Die Aktie von Rheinmetall verliert seit Montag wieder massiv an Boden. Auch ein Großauftrag für Laserwaffen durch die Bundeswehr konnte das nicht verhindern.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie rutscht aktuell wieder in die Nähe der 1000-Euro-Marke
  • Auch ein millionenschwerer Auftrag kann den Niedergang nicht stoppen
  • Analysten sind weiterhin vom Konzern überzeugt – die Prognosen bleiben hoch

Nein, das war wieder nichts: Nachdem sich die Aktie von Rheinmetall aus ihrem Tief von Ende Juni bei 900 Euro deutlich herausgearbeitet hatte,  war bei einem Kursstand von 1.188 Euro an diesem Montag Schluss. Seitdem kennen die Papiere des Rüstungskonzerns offenbar nur noch den Weg nach unten. Den Donnerstag beendete die Rheinmetall-Aktie auf Xetra mit einem weiteren, heftigen Abschlag von 4,3 Prozent bei noch 1.013 Euro. Dabei hatte das Unternehmen durchaus positive Nachrichten verbreitet. Es geht um den nächsten Mega-Deal!

Rheinmetall Aktie Chart

Laserwaffensystem von Rheinmetall für die Bundeswehr

Denn laut Mitteilung vom Donnerstag beauftragte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) Rheinmetall und MBDA mit der Realisierung eines Laserwaffensystems für die Deutsche Marine. Die Realisierung erfolge auf Basis des Gesamtsystemdemonstrators, der ein Jahr lang unter operativen Bedingungen auf See erprobt worden sei, so Rheinmetall. Ein Joint Venture aus MBDA Deutschland GmbH und Rheinmetall Waffe Munition GmbH befinde sich dazu in Gründung.

  • Das Laserwaffensystem wird laut Rheinmetall im Jahr 2029 einsatzfähig sein.
  • Der Vertrag habe einen Auftragswert im mittleren dreistelligen MioEUR-Bereich

Der Vertrag umfasst demnach die Realisierung eines Gesamtsystems für die maritime Anwendung und werde die vollständige Wirkkette von Aufklärung, Zielverfolgung und Bekämpfung abbilden, so die Mitteilung. Das Joint Venture lege bei der Entwicklung „besonderen Wert auf deutsche Lieferketten und heimisches System-Know-how, um nationale Souveränität bei dieser Schlüsseltechnologie zu sichern“, wie es heißt.

Analysten mit hohen Kurszielen für Rheinmetall

Hier zeige sich „eindrucksvoll, welche hochtechnologische Systemreife erzielt werden kann, wenn die zwei führenden Systemhäuser, Rheinmetall und MBDA, ihre sich ergänzenden Fähigkeiten zu einem Gesamtsystem vereinigen“, sagte Roman Koehne, Leiter der Rheinmetall-Division Weapon and Ammunition. Auch die Analysten sind nach wie vor überzeugt und vergaben hohe Kursziele bis 1.600 Euro an den Rüstungskonzern – nur an den Märkten kommt das derzeit nicht an.

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