Rheinmetall-Aktie: Der nächste irre Kracher!

Rheinmetall baut US-Geschäft aus: Gemeinsam mit Harbinger entstehen unbemannte Hybridfahrzeuge für die US-Armee.

Auf einen Blick:
  • Kooperation mit Harbinger in den USA
  • Entwicklung unbemannter Bodenfahrzeuge
  • Hybrid-elektrische Plattform als Basis
  • Erste Vorführungen für Sommer geplant

Am Donnerstagmorgen zeigte sich die Rheinmetall-Aktie freundlich. So stieg der Rüstungs-Titel um 1,13 % auf 1.248 Euro. Das 1-Monats-Minus verringerte sich somit auf -7,5 % (Stand: 28.05.2026, 9:00 Uhr).

Derweil meldet der deutsche Konzern Fortschritte im US-Geschäft. So hat die dortige Tochtergesellschaft American Rheinmetall eine Partnerschaft mit dem US-Fahrzeughersteller Harbinger geschlossen, um eine Familie unbemannter und robotergestützter Bodenfahrzeuge für das US-Verteidigungsministerium zu entwickeln. Die Kooperation richtet sich gezielt auf laufende und geplante Modernisierungsprogramme der US Army.

Rheinmetall-Aktie: Bewährte Militärintegration trifft auf zivile Hybridplattform

Die Arbeitsteilung ist klar: American Rheinmetall verantwortet die Integration militärischer Missionssysteme, die modulare Fahrzeugarchitektur und die Anbindung an bestehende Armeeprogramme. Harbinger steuert die Fahrzeugbasis bei – eine hybrid-elektrische Plattform, die vollständig per Elektronik gesteuert wird und für den Einsatz ohne Fahrer ausgelegt ist.

Harbinger-Chef John Harris betonte, die Plattform sei von Grund auf für härteste Bedingungen konzipiert worden. In Verbindung mit einem zuschaltbaren Verbrennungsmotor, der die Batterie auch im Einsatz auflädt, soll das Fahrzeug auch in abgelegenen Gebieten ohne externe Stromversorgung lange Einsatzdauern ermöglichen. Geräuscharmer Betrieb und eine reduzierte Wärme- und Schallemission sollen die Erkennbarkeit im Feld verringern.

Rheinmetall-Aktie: Einsatzbereiche reichen von Kampf bis Logistik

Die Kooperation zielt auf drei konkrete Felder: autonome taktische Radfahrzeuge, die Versorgung von Truppen in umkämpften Gebieten sowie sogenannte Next-Generation-Plattformen, bei denen bemannte und unbemannte Systeme gemeinsam operieren. American Rheinmetall-Chef Matthew Warnick hob hervor, dass Soldaten Robotik in ausreichender Stückzahl benötigten – was nur über Systeme mit wettbewerbsfähigen Preisen möglich sei.

Beide Unternehmen bekennen sich ausdrücklich zu Design, Entwicklung und Fertigung in den USA. American Rheinmetall betreibt bereits mehrere Standorte in Michigan, Ohio und Maine. Erste gemeinsame Vorführungen sind noch für diesen Sommer geplant.

Zur Einordnung: Die Partnerschaft zeigt, wie Rheinmetall sein US-Geschäft gezielt ausbaut – und dabei auf bewährte zivile Technologieplattformen setzt, um Entwicklungszeiten zu verkürzen und Kosten zu senken.

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