Für die Rheinmetall-Aktie ging es am Mittwoch wieder leicht unter die 1.000-Euro-Schwelle. So verlor der Rüstungs-Titel 0,7 % auf 995,5 Euro. Auf 6-Monats-Sicht musste der Wert knapp 44 % einbüßen (Stand: 22.07.2026, 9:00 Uhr).
Derweil macht Rheinmetall Fortschritte bei einem zukunftsweisenden Projekt. Laut Medienberichten hat das Unternehmen als Generalunternehmer im Modernisierungsprogramm „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) den französischen Rüstungskonzern Thales mit der Lieferung optronischer Sichtsysteme im mittleren vierstelligen Bereich beauftragt. Den Hauptanteil machen Nachtsichtsysteme einer neuen Generation aus, ergänzt durch das erprobte Tag-/Nacht-Reflexvisier XTRAIM.
Rheinmetall-Aktie: 1,5-Milliarden-Programm für über 300 Zugsysteme
Im Februar und April 2026 hatte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr das Gesamtprogramm im Wert von knapp 1,5 Milliarden Euro vergeben. Betroffen sind über 300 Zugsysteme mit Lieferterminen zwischen 2027 und 2029 – eine fünfstellige Anzahl von Soldaten kann damit ausgestattet werden.
Das neue Nachtsichtsystem integriert Bildverstärkung und Wärmebildtechnik mit Augmented-Reality-Fähigkeiten – also die Einblendung digitaler Lagebilder und taktischer Informationen direkt im Sichtfeld des Soldaten. Das System lässt sich dank offener Architektur nahtlos mit bestehender Ausrüstung vernetzen. Das Visier XTRAIM kombiniert klassisches Reflexvisier mit Wärmebildtechnik und wurde weltweit bereits rund 20.000 Mal verkauft.
Thales startet mit ersten Auslieferungen 2027, gefolgt von einer Hochskalierung auf mehrere hundert Einheiten pro Monat. Gleichzeitig investiert Thales mehrere Millionen Euro am Standort Deutschland, um Produktions- und Instandhaltungskapazitäten für optronische Geräte zu erweitern.
Rheinmetall-Aktie: Modernisierung der Bundeswehr
Rheinmetall koordiniert und verantwortet das Gesamtprogramm, bindet dabei gezielt europäische Spezialisten ein und sichert sich damit eine zentrale Stellung im wachsenden Beschaffungsgeschäft der deutschen Streitkräfte. Der Konzern stärkt somit seine Rolle als Generalunternehmer bei der von der Politik forcierten Modernisierung der Bundeswehr.
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