Es ist der schlimmste Börsentag für Rheinmetall seit Jahrzehnten: Die Aktie des Düsseldorfer Rüstungskonzerns crashte bis zum Mittag in Frankfurt auf noch 964,90 Euro. Das war gegenüber dem Vortagesschlusskurs nicht allein ein Abschlag von mehr als 17 Prozent. Zudem war dies für die Rheinmetall-Aktie der tiefste Stand seit Februar 2025. Ein Artikel des Spiegel war der Auslöser der Panik an den Märkten.
Fregatten-Auftrag für Rheinmetall gestoppt
Denn nach Informationen des Nachrichtenmagazins plant Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine auszusteigen. „Demnach beabsichtigt der Chef des Wehrressorts, das von vielen Problemen geplagte Projekt zum Bau der Fregatten von Typ F126 nicht weiter fortzusetzen“, heißt es. Noch im vergangenen Jahr war der Generalunternehmer gewechselt worden, von der niederländischen Werft Damen zum deutschen Schiffsbauer Naval Vessels Lürssen (NVL), um das Projekt zu retten. Die Krux: NVL wurde inzwischen von Rheinmetall übernommen.
Bei der ursprünglichen Vergabe des Auftrags 2020 plante das Verteidigungsministerium laut Spiegel mit Kosten von insgesamt 5,27 Milliarden Euro, allerdings nur für vier Fregatten. Pistorius habe im Juni 2024 noch entschieden, die Order von vier auf sechs der Kampfschiffe aufzustocken. Doch nun ist das Projekt offenbar am Ende.
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Rheinmetall-Aktie erstmals wieder unter 1.000-Euro
Denn Rheinmetall hatte im Mai nach Spiegel-Informationen dem Verteidigungsministerium angeboten, das Projekt zu einem Preis von insgesamt 12,8 Milliarden Euro zu retten. Das lehnt nun ab. Die Aktie der Düsseldorfer rutschte in der Folge erstmals seit mehr als einem Jahr wieder unter die Marke von 1.000 Euro.
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