Rheinmetall-Aktie: Milliarden-Meldung kommt!

Ein italienischer Panzerauftrag über 3,6 Milliarden Euro ergänzt Rheinmetalls Auftragslage; ein möglicher Bundesauftrag steht noch aus.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt um rund 1,75 Prozent
  • Kreditlinie auf 1,5 Milliarden Euro erhöht
  • Italienischer Auftrag umfasst 3,6 Milliarden Euro
  • Bundesprojekt Arminius noch nicht vergeben

Die Rüstungsaktien meldeten sich kürzlich wieder zurück. Allerdings gilt dies nur mit Einschränkungen, wie sich gleich in der vergangenen Woche zum Ende zeigte, als das Papier schließlich einen Abschlag von über 13 % binnen Wochenfrist hat hinnehmen müssen. Jetzt allerdings gewann Rheinmetall rund 1,75 % und konnte immerhin fast 1038 Euro markieren. Ein Totalabsturz ist also nicht in Sicht. Vor allem die Rheinmetall war in den vergangenen Wochen wegen möglicher Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg wieder bestraft worden.

Dabei hat sich das Bild innerhalb weniger Handelstage erheblich verändert. Die lange umkämpfte Marke von 1.000 Euro rückte näher. Vor allem aus charttechnischer Sicht ist ein Verbleib über dieser Marke im Zweifel ein wichtiger Fortschritt. Der Titel hat kurzfristig noch etwas Stärke oberhalb der Linie. Dies sollte bleiben.

Nicht nur Nachrichten treiben den Kurs

Bemerkenswert ist, dass der kräftige Anstieg der vorvergangenen Woche nicht auf eine einzelne überraschende Unternehmensmeldung zurückzuführen war. Zwar wurde bekannt, dass Rheinmetall seine Munitionsproduktion in Spanien ausbauen will. Ähnliche Meldungen über zusätzliche Kapazitäten und neue Aufträge hatte es jedoch bereits in den vergangenen Wochen und Monaten gegeben.

Auch die Finanzierung wurde zuletzt gestärkt. Rheinmetall erhöhte seine syndizierte Kreditlinie von 750 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro. Damit erweitert der Konzern seinen finanziellen Spielraum. Hinzu kommen weitere Vertragsabschlüsse in den USA über American Rheinmetall.

Die Nachrichtenlage aber hat sich in der vergangenen Woche mit dem neuerlichen Crash nicht verschlechtert. Im Gegenteil: Es wurde ein neuer Auftrag für die Leonardo-Rheinmetall-Kooperation aus Italien über die Lieferung von Panzern (u.a.) bekannt. Der Auftragswert: 3,6 Mrd. Euro. Selbst das reicht den Börsen noch nicht. Nun wird indes bald ein Auftrag vom Bund kommen, so die Hoffnung. „Arminius“ heißt das Projekt, das gemeinsam mit der KNDS betrieben würde. Die Skepsis bleibt aktuell noch hoch, allerdings wäre dies ein Befreiungsschlag sondergleichen.

Rheinmetall Aktie Chart

Einzig Analysten lassen sich nicht beeindrucken. Deren Kursziele sind noch immer fulminant.

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