Liebe Leserinnen und Leser,
das neue Jahr beginnt heute mit dem Handelstag am Freitag, an dem gleich alle Annahmen über das neue Börsenjahr auf dem Prüfstand stehen. Ab Montag wird wahrscheinlich das Handelsvolumen noch einmal anziehen. Schon jetzt aber ist dann absehbar, wohin die Stimmung die Reise führen wird.
Im Besonderen wird sich die Gemeinde der Aktionäre wieder im Rüstungssektor umsehen, denn auch im neuen Jahr geht die Diskussion um die Rüstung und die Verteidigung gleich wieder in die nächste Runde. Neue Ergebnisse im wichtigsten Sektor, dem Krieg in der Ukraine, sind aktuell nicht zu sehen. Die Parteien streiten darum, ob es einen Drohnen-Angriff auf einen Amtssitz von Putin in Russland gegeben haben wird oder nicht. Einerlei: Es ist nicht sehr schnell mit einer Lösung zu rechnen.
Rheinmetall einer der Hauptprofiteure
Es dürfte offensichtlich zu einer neuen Runde im Kampf der Skeptiker und der zuversichtlichen Investoren und Analysten hinsichtlich der Kurse von Rüstungs-Aktien kommen. In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Kommentatoren und Analysten zu dem Sektor geäußert.
Vor allem die Rheinmetall Aktie hat hier deutliche Vorzeichen für das kommende Jahr hinterlassen. Die Frage wird sein, ob das Unternehmen sich in den neuen Bedingungen entsprechend Chancen ausrechnen kann. Analysten jedenfalls sind aktuell sehr zuversichtlich.
Rheinmetall Aktie Chart
Nach einem schwächeren 2. Halbjahr 2025 stehen die Kursschätzungen für das Papier bei ungefähr 2190 €. Solche Schätzungen reichen in aller Regel über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Die Analysten begründen schon seit sehr langer Zeit die sehr zuversichtlichen Annahmen mit der Stärke von Rheinmetall, neue Aufträge zu akquirieren. Dies zeigt sich immer wieder auch in den Zahlen.
Rheinmetall hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten noch einmal fokussiert. Der Konzern weist bereits zahlreiche verschiedene Aktivitäten in Rüstungssektoren nach. Er baut Rad-Fahrzeuge, Kettenfahrzeuge, man entwickelt auch Munition. Dazu kommen Drohnensysteme, Anti-Drohnensysteme oder auch Satellitensysteme
Das Unternehmen hatte vor kurzer Zeit zudem beschlossen, sich für die Zukunft vollkommen auf den Bereich der Rüstung zu konzentrieren. Das ist wenig verwunderlich, denn die Schätzungen der Düsseldorfer selbst sehen vor, dass das Unternehmen in den kommenden Monaten und Jahren immer mehr Aufträge akquirieren kann. Konkret:
Der Konzern geht davon aus, dass die EU insgesamt bis zum Jahr 2030 aufrüsten wird. Die Mitgliedsländer würden bis zu 1 Billion Euro ausgeben oder entsprechende Mittel bereit stellen. Davon wollte die Rheinmetall schon vor Monaten ersichtlich einen Anteil von bis zu 300 Milliarden Euro erhalten. Da hier ein Zeitraum von ungefähr fünf Jahren avisiert wird, könnte man schlicht einen linearen Verlauf der Auftragsvergabe annehmen. Legt man 300 Milliarden Euro zu Grunde, ergäbe sich ein Auftragsvolumen in Höhe von 60 Milliarden Euro pro Jahr.
Damit ist nicht gesagt, wie schnell die Aufträge abgearbeitet werden, allerdings ist auch die Existenz von Aufträgen selbst bereits eine große Erfolgsstory.
Umsatz wird sich vervielfachen
Der Umsatz des Unternehmens im abgelaufenen Jahr wird bei zwischen zwölf und 13 Millionen Milliarden Euro liegen. So jedenfalls lauten die Schätzungen. Im kommenden Jahr, das mit dem heutigen Tag beginnt, wird das Unternehmen ungefähr einen Umsatz in Höhe von 16,5 Milliarden Euro erzielen, so die Annahmen.
Legt man nun einen Auftrags-Eingang in der genannten Höhe auch nur ansatzweise zu Grunde, ist klar, dass die Umsätze explodieren werden. Das Unternehmen bestätigt dies.
Die Rheinmetall geht davon aus, dass die Umsätze bezogen auf das Jahr 2024 im Jahr 2030 sich um das Fünffache nach oben geschoben haben werden. Also resultiert folgende Annahme zur Gewinnentwicklung: Rheinmetall hat Ende 2024 eine Marge in Höhe von etwa 10 % gehabt.
Damit wird dann zu erwarten sein, dass der Umsatz bei vielleicht 50 Mrd. Euro einen Nettogewinn in Höhe von 5 Milliarden Euro ergeben kann. Dies wiederum ist in Relation zu setzen zu dem aktuellen Marktwert in Höhe von 71 Milliarden Euro. Dies wiederum lässt immer noch annehmen, dass das KGV bis zum Jahr 2030 auf dem aktuellen Niveau bei einem Wert von 14 wäre. Die Aktie wäre historischer Sicht für die vergangenen Monate sicherlich über die Jahre dann um 100 % zu günstig bewertet.
Rheinmetall: Zu günstig bewertet
Dies ist eine ausschließlich kalkulatorische Berechnung, die keinerlei Relevanz für sich in Anspruch nehmen kann, weil viele Parameter in die Bewertung einfließen werden. Dennoch: wenn man über Jahre eine Entwicklung von 100 % annimmt, dann dürfte die Aktie bezogen auf die Dax-Einstufung oder auch auf den Rüstungssektor insgesamt deutlich unterbewertet sein.
Das Papier also könnte aus wirtschaftlicher Sicht sehr viel versprechen. Analysten meinen dies ohnehin, wie oben beschrieben ist der Zielkurs am Markt bei 2190 € angegeben worden. Insofern wird die Rheinmetall sicherlich in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren immer wieder unter der Beobachtung der wirtschaftlich orientierten Analysten entstehen.
Einziges Problem in den aktuellen Geschehnissen für die kommenden Tage und Wochen ist unverändert das Geschehen in der Ukraine. Rüstungs-Verhandlungen, gar Friedensverhandlungen haben stets dazu geführt, dass die Märkte hier misstrauisch geworden sind. Warum auch immer, man nimmt offenbar an, dass eine Friedenslösung zu einer Reduktion der Rüstungsaufträge führen würde.
Das ist insofern kompletter Unsinn, als schon jetzt die Auftragsbücher im Tag Takt gefüllt werden. So gibt es mit dem Kooperationspartner KNDS weiterhin Aufträge durch die deutsche Bundeswehr. Es gibt einen Auftrag aus Italien.
Und es gibt auch von der Rheinmetall selbst schon jetzt Bemühungen, die Kapazitäten aus der bisherigen Automobilindustrie teilweise auch für die Produktion der eigenen Systeme zu nutzen. Solche Initiativen werden sogar politisch offenbar zumindest halbwegs unterstützt.
Es gab hinreichend Stimmen aus der Politik, dass die Rüstungsindustrie und die Automobilindustrie nicht besonders weit entfernt seien. Diese Sichtweise unterstreicht, dass die gesellschaftliche Aufgabe zur Aufrüstung offensichtlich zumindest mehrheitsfähig ist. Insofern ist die Rheinmetall als herausragendes Unternehmen in Deutschland in diesem Punkt sicherlich auch politisch langfristig gut abgesichert.
Damit ergibt sich folgendes Bild für das laufende Jahr: das Unternehmen ist formal im Abwärtstrend. Es fehlen circa 120 Euro bis zu einem Trendwechsel, den technische Analysten dann auch akzeptieren würden. Wirtschaftlich betrachtet und hinsichtlich aller Erwartungen ist die Rheinmetall vor dem ersten Handelstag des neuen Jahres sicherlich bestens aufgestellt. Die Aktie wäre viel zu niedrig bewertet und die Schätzungen gehen sehr weit nach oben.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 02. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
