Rheinmetall hat am Mittwoch einen Aufschlag in Höhe von 1,2 % geschafft. Die Aktie kommt auf einen Kurs in Höhe von 1.252,80 Euro. Damit ist sie weiterhin im Abwärtstrend, zumindest formal. Die 200-Tage-Linie ist noch immer 400 Euro entfernt, also bleibt noch sehr viel zu tun. Aber: Die Anzeichen für eine echte Erholung mehren sich.
Allerdings hat sich die Stimmung in den vergangenen Tagen etwas gewandelt. Die Sorge, die Rheinmetall könne schnell in Richtung 1.000 Euro plumpsen, scheint etwas übertrieben gewesen zu sein.
Heute wurde bekannt, dass die Düsseldorfer einen Großauftrag der Bundeswehr über (weitere) LLM-VarioRay Laser-Licht-Module erhalten hat. Dies ist ein Anteil an einem Rahmenauftrag, der allerdings bestätigt, was schon seit langem zu sehen ist: Die Auftragsliste wächst und wächst.
Rheinmetall: Großes Auftragsvolumen
Die Stimmung unter den Experten bleibt dementsprechend zuversichtlich. Jüngst haben sich die Analysten mit ihren Kurszielen am Markt gezeigt. Barclays hat das Kursziel bei 2.035 Euro belassen. Jefferies hingegen hat sein Kursziel auf 1.890 Euro gesenkt. Die UBS hatte kürzlich nach einer Senkung 1.600 Euro als Kursziel benannt.
Jetzt scheinen die Analysten sich aber weiterhin auf ein mittleres Kursziel in Höhe von fast 1.900 Euro insgesamt geeinigt zu haben. Letztlich also haben die Experten sich kaum von den hohen Erwartungen verabschiedet.
Rheinmetall Aktie Chart
Rheinmetall wird derzeit vor allem noch darunter leiden, dass die Märkte weiterhin befürchten, die Auftragslage könne in der realen Praxis vielleicht über Jahre nicht so abgebildet werden, wie man sich das vorstellt. 73 Milliarden Euro liegen als Auftragsvolumen immerhin noch in den Büchern der Rheinmetall. Das ist ein Rekordniveau, allerdings muss das Unternehmen dem Markt offensichtlich nachweisen, dass diese Aufträge dann auch in Umsätze verwandelt werden.
Der Umsatz im nächsten Jahr soll von den in diesem Jahr geplanten 14,2 Milliarden Euro auf gut 19 Milliarden Euro steigen. Das würde das Nettoergebnis von geplanten 1,6 Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden Euro erhöhen. Damit wäre Rheinmetall effektiv auf dem aktuellen Kursniveau ausgesprochen günstig bewertet.
Insofern ist es zum einen überraschend, dass der Markt dieses Unternehmen derart schlecht bewertet. Auf der anderen Seite eröffnen sich nach Meinung von Analysten und auch von einigen Beobachtern eben deshalb erhebliche Chancen – wann auch immer.
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