Eines kann man Rheinmetall nicht nachsagen: Dass der Rüstungskonzern keine guten Nachrichten liefern würde. Allein in dieser Woche veröffentlichte das Unternehmen fünf Mitteilungen, darunter die Meldungen über einen milliardenschweren Auftrag aus Großbritannien sowie eine Kooperation mit Space Norway AS im Bereich weltraumgestützter Verteidigungsanwendungen. Doch die Aktie von Rheinmetall verlor und verlor – auf aktuell weniger als 960 Euro. Das ist kaum zu verstehen, insbesondere, wenn man auch auf die Analysten-Einschätzungen blickt. Vor allem eine Prognose hat es in sich.
Durchgehend gute Prognosen für Rheinmetall-Aktie
Denn ganz gleich, welches Haus sich zu Rheinmetall im Juli geäußert hat, sie sehen das Unternehmen als derzeit unterbewertet an. In ihren Prognosen gehen sie allerdings weit auseinander, wie folgende Auswahl zeigt:
- Jefferies: 1300,00 Euro, +34,65%
- Bernstein Research: 1900,00 Euro, +96,79%
- UBS: 1600,00 Euro, +65,72%
- Deutsche Bank: 1800,00 EUR, +86,43%
So hatte das Analysehaus Jefferies die Einstufung für Rheinmetall vor einer Woche mit einem Kursziel von immerhin 1300 Euro auf „Buy“ belassen. Analystin Chloe Lemarie setzt in der europäischen Luftfahrt- und Rüstungsbranche nun vor allem auf den Bereich Rüstungselektronik, wie sie schrieb. Doch auch der Düsseldorfer Konzern kommt in ihren Augen zu schlecht weg. Das gilt insbesondere auch für Adrien Rabier vom US-Analysehaus Bernstein Research, der für Rheinmetall annähernd eine Kursverdopplung vorhersagt.
1900 Euro als Kursziel für Rheinmetall
Nach einer Phase breiter Kursgewinne entkoppelten sich die europäischen Rüstungswerte zunehmend voneinander, schrieb der Analyst in einer Branchenstudie und beließ das Kursziel bei 1900 Euro. Mit Blick auf das zweite Quartal bevorzuge er Aktien von Unternehmen mit Verbesserungspotenzial aus eigener Kraft wie Leonardo und Thales „sowie einem überdurchschnittlichen Wachstum wie Rheinmetall“. Den Kursverlauf konnte er dabei allerdings eher nicht meinen. Vielmehr hat die Rheinmetall-Aktie seit ihren Höchstständen im Oktober 2025 mehr als die Hälfte ihres Werts eingebüßt.
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