Rheinmetall-Aktie: Es ist kurios!

Was der Rheinmetall-Aktie tagelang nicht gelungen war, hat sie am Mittwoch geschafft: Sie beendete den Xetra-Handel bei mehr als 1.000 Euro, ganz ohne neue Nachricht.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie hat erstmals seit Tagen wieder bis zum Abend die 1.000 Euro gehalten
  • Eine neue Nachricht vom Rüstungskonzern oder eine Kaufempfehlung gab es indes nicht
  • Ein am Montag gemeldeter 100-Millionen-Auftrag hatte zunächst kaum Wirkung gezeigt

Anfang Juli sah die Welt für Rheinmetall-Anleger wieder etwas besser aus. Nachdem die Papiere des Rüstungskonzerns von ihrem Rekordhoch im Oktober 2025 bei mehr als 2.000 Euro innerhalb weniger Monate um mehr als die Hälfte auf glatt 900 Euro eingebrochen war, hatten sie sich immerhin wieder bis auf 1.146 Euro erholt. Doch der nächste Rücksetzer folgte prompt: Seit dem 14. Juli beendete die Rheinmetall-Aktie, aller Kaufempfehlungen und Auftragsmeldungen zum Trotz, jeden einzelnen Börsentag auf Xetra unter der Marke von 1.000 Euro. Bis zum Mittwoch.

Rheinmetall-Aktie beendet Handel über 1.000 Euro

Denn tatsächlich hat die Aktie von Rheinmetall den Tag bei einem Kurs von 1.007 Euro beendet. Das Kuriose: Es war einer der seltenen Tage ohne eine Neuigkeit aus Düsseldorf, auch kein Analyst hatte sich am Mittwoch zu Wort gemeldet und ein hohes Kursziel aufgerufen. Möglicherweise reagierten die Märkte noch auf die Nachricht vom Vortag, dass sich TKMS aus dem Bieterwettstreit um die Kieler Werft German Naval Yards zurückgezogen hat. Für Rheinmetall scheint der Weg zur Übernahme nun offen zu stehen.

  • Den Montag noch hatte die Aktie bei 990 Euro beendet, trotz eines gemeldeten Großauftrags der Bundeswehr
  • Es ging um den Abruf aus einem bestehendem Rahmenvertrag „Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO)“

100-Millionen-Auftrag für Rheinmetall und blackned

Auftragnehmer ist laut Mitteilung die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) IT-Systemintegration, die sich aus der Rheinmetall Electronics GmbH und der blackned GmbH zusammensetzt. Der Abruf umfasst demnach Hardwarekomponenten sowie industrielle Dienstleistungen zur Fortführung der Serienintegration digitaler Führungs- und Kommunikationssysteme in Fahrzeuge der Bundeswehr. Zur Unterstützung der Serienumrüstung stelle die ARGE zehn zusätzliche Serienintegrationsteams bereit. Ihr Einsatz sei für den Zeitraum vom vierten Quartal 2027 bis zum vierten Quartal 2028 vorgesehen und erweitere die verfügbaren Einrüstungskapazitäten, heißt es. Der aktuelle Abruf hat laut Rheinmetall einen Wert von rund 100 Millionen Euro.

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