Rheinmetall-Aktie: Kühne Prognose!

Ein neues Beschaffungsgesetz erleichtert Aufträge für Rheinmetall als Hauptlieferant der Bundeswehr. Analysten sehen ein Kursziel von über 2.200 Euro, während die Aktie technisch stark aufgestellt ist.

Auf einen Blick:
  • Neues Gesetz beschleunigt Rüstungsbeschaffung der Bundeswehr
  • Rheinmetall als Hauptlieferant profitiert direkt
  • Analysten sehen Kursziel von über 2.200 Euro
  • Aktie bricht aus technischem Aufwärtstrend aus

Liebe Leserinnen und Leser

permanent neue Nachrichten eröffnen sich für die Rüstungsbranche. Die Aktie von Rheinmetall hatte in den vergangenen Wochen wieder deutlich angezogen und sich aus einem vorhergehenden Abwärtstrend nun klar in den Aufwärtstrend katapultiert. Damit war nach Kursverlusten bis teils unter die Marke von 1.500 Euro kaum noch zu rechnen. Nun sieht alles anders aus.

Am Freitag war das Papier auf einen Kurs in Höhe von in etwa 1900 Euro nach oben gezogen worden, je nach Börsenplatz. In München beispielsweise blieben die Kurstafeln auf einem Niveau von 1.908 Euro stehen. Noch ist der absolute Ausbruch nach oben nicht gelungen.

Analysten gehen hier davon aus, dass der Kurs auf über 2200 Euro steigen kann. Die Marke scheint am Markt (vor allem wegen der Barriere von 2.000 Euro) noch immer utopisch zu sein. Allerdings sind die Aussichten für die Düsseldorfer sicherlich deutlich besser als sie es vor wenigen Wochen gewesen sind.

Rheinmetall Aktie Chart

Rüstungsbranche ist deutlich besser aufgestellt, der Einfluss der Ukraine-Diskussion sinkt

Denn:

Die Rüstungsbranche hatte vor allem darunter gelitten, dass die Friedensgespräche in der Ukraine offenbar nahe legen würden, dass die Rüstungsaufträge nicht wie dauerhaft erhofft auch bezogen auf Osteuropa weiterhin aufrecht erhalten würden.

Diese Sichtweise ist in der Sache vollkommen falsch, insofern alle namhaften Institutionen in diesem Bereich immer wieder kundtun, dass aufgerüstet wird. Die Börsen haben hier allerdings ihren eigenen Eindruck gewonnen. Jetzt indes wird klar, dass die Rheinmetall einen sehr starken Aufwärtsweg wohl vor sich hat. Eine Besonderheit, die kurz vor dem Wochenende diskutiert worden ist, wird an den Märkten derzeit noch etwas unterschätzt.

Rheinmetall kann von der politischen Entscheidung in Berlin profitieren

Der Bundestag hat jüngst das bereits länger bekanntes Gesetz verabschiedet, wonach die Bundeswehr selbst schneller Rüstungsgüter beschaffen kann. Dieser Umstand wiederum bedeutet für Rheinmetall ganz sicher einen Vorteil. Denn: Rheinmetall ist schlicht einer der Hauptlieferanten für die Bundeswehr.

Es geht um Panzer, es geht um Munition, es geht auch um andere Verteidigungsoptionen und Rüstungsgüter. Ganz konkret sollten nach diesem Gesetz zum Beispiel Umweltvorgaben nicht mehr so massiv beachtet werden müssen wie bislang, Haushaltsregeln würden nicht mehr so konkret berücksichtigt sein und auch Vergabeverfahren werden gelockert. Die Bundeswehr muss sich ohnehin nach Meinung diverser politische Kommentare jetzt sputen, um die Aufrüstungswünsche in der Bundesrepublik Deutschland in einem Tempo zu ermöglichen, das weit schneller ist als das, was in den vergangenen Jahren abgeliefert worden ist.

Nun wird dieses Gesetz vor allem dafür sorgen, dass die so genannten Verteidigungsinteressen und die Sicherheitsinteressen des Landes bei den entsprechenden Bestellverfahren stärker berücksichtigt würden. Noch ist das Gesetz nicht gültig. Der Bundesrat, d.h. die Kammer der Bundesländer, wird hier noch ein Wörtchen mitzusprechen haben.

Allerdings wird damit zu rechnen sein, dass der politische Widerstand vergleichsweise gering ist. Denn im deutschen Bundestag hatten sowohl die Union wie auch die SPD und in diesem besonderen Fall auch die AfD dafür gestimmt. Die AfD wird sicherlich keinen Einfluss mehr auf das Gesetz haben, da sie zum Beispiel im Bundesrat gar nicht vertreten ist. Union und SPD werden dort allerdings auf Basis ihrer Stimmenanteile einen erheblichen Anspruch haben. Dies alles ist ausgesprochen günstig für die Rheinmetall.

Rheinmetall: Der Umsatz wird in den kommenden Jahren steigen

Zu Einordnung: Rheinmetall geht ohnehin davon aus, dass der Umsatz in den kommenden Jahren bis 2030 sich im Vergleich zum Jahr 2024 verfünffachen wird. Dies wiederum setzt zum einen voraus, dass man ohnehin Produkte hat, die als Rüstungsgüter stark nachgefragt und so auch nicht vom Wettbewerb produziert und verkauft werden können. Zum anderen aber setzt diese Idee vor allem voraus, dass das Unternehmen selbst dann, wenn es berücksichtigt wird, schneller die Aufträge erhält.

Das jetzt vorgelegte und fast verabschiedete Gesetz wird dafür sorgen. So sieht es zum Beispiel vor, dass so genannte Verhandlungsverfahren ohne einen vorhergehenden Teilnahmewettbewerb stattfinden könnten, sofern ein dringender Bedarf nachgewiesen wird. Dringend ist ein Bedarf sicherlich stets dann, wenn es um klassische Rüstungsgüter geht wie zum Beispiel Panzer, Bestandteile von Panzern oder eben Granaten und andere Munition.

D.h. am Ende, dass das Unternehmen Rheinmetall vor allem in den klassischen Rüstungskernbereichen mit einer schnelleren Vergabe rechnen darf und auch damit, dass die rechtlichen Risiken bei der Vergabe, die durch falsche Ausschreibungen immer wieder auftauchen können, reduziert werden.

Mit anderen Worten: Rheinmetall wird selbst schneller investieren, um die Aufträge, die da kommen werden, auch rasch zu bearbeiten und entsprechend in Rechnung zu stellen. Am Ende ist dieses Gesetz bis dato an den Märkten noch gar nicht richtig diskutiert worden, obwohl der Gesetz-Entwurf schon seit langer Zeit bekanntgeworden ist.

Rheinmetall: Die Prognosen sind günstig

Das Unternehmen wird in den kommenden Monaten und Jahren sicherlich tatsächlich steigende Umsätze verzeichnen können. Der Markt hat dies nur relativ gemächlich eingepreist. Aber: die technischen Bedingungen sprechen derzeit sehr stark dafür, dass die Rheinmetall noch einmal deutlich wachsen kann.

Am Aktienmarkt hat die Aktie den GD 100 bei weitem überrundet und auch den GD 200 hinter sich gelassen. Damit rücken auch die Kursziele näher, die Analysten wie oben beschrieben ausgesprochen haben. Zudem rückt die Marke von 2000 Euro noch einmal näher. Diese 2.000er-Marke gilt vor allem für die Charttechniker als bedeutende Hürde, denn runde Marken lösen oft genug Algorithmen aus. Das Signal wird wahrscheinlich in Kürze zumindest fallen können. Dann eröffnet sich ganz neue Perspektiven. Rheinmetall ist nach einem schwachen vierten Aktien-Quartal inzwischen längst wieder in der richtigen Spur. Analysten also dürfen sich hinsichtlich ihrer Schätzungen aus Sicht der sonstigen Bedingungen, gerade auch aus der Charttechnik und der technischen Analyse, bestätigt fühlen.

Mit anderen Worten: Hiernach wäre zu erwarten, dass es auch in der kommenden Woche gut für die Rheinmetall aussieht.

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