Rheinmetall-Aktie: Kein Wunder!

Die Aktie von Rheinmetall hat sich nach ihrem Kursknick etwas erholt. Die Analysten waren nach einem Pre-Close-Call vorsichtiger geworden, sehen aber weiter Kurspotenzial.

Auf einen Blick:
  • Nach ihrem Kursknick in der Vorwoche notiert die Rheinmetall-Aktie wieder etwas höher
  • Nach Analystencall zeigten sich Beobachter bezüglich des Rüstungskonzerns zurückhaltender
  • Doch trotz Kurszielsenkungen – alle Prognosen liegen weiterhin jenseits der 2000 Euro
  • Dennoch hat Rheinmetall seit ihrem Rekordhoch knapp 20 Prozent Börsenwert eingebüßt

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit ihrem Kursknick in der vergangenen Woche hat sich die Aktie von Rheinmetall nur leidlich erholt. Von noch 1.758 Euro am Dienstag waren die Papiere des Rüstungskonzerns am Donnerstag bis auf 1.523 Euro eingebrochen. Auslöser waren vorsichtigere Beobachter nach einem vorgezogenen Analystencall am Mittwochabend. Inzwischen hat sich der Kurs der Rheinmetall-Aktie wieder auf rund 1650 Euro erholt. Und das ist auch kein Wunder.

Analysten bei Rheinmetall weiter zuversichtlich

Denn tatsächlich haben gleich mehrere Analysten nach dem so genannten Pre-Close-Call vor den Anfang März erwarteten Zahlen aus 2025 ihre Prognose für die Düsseldorfer gekürzt. Allerdings sind alle Kursziele jenseits der Marke von 2000 Euro – und versprechen nach wie vor eine ordentliche Kursperformance. Dies zeigen die Einschätzungen, die finanzen.net seit dem Donnerstag vergangener Woche auflistet.

Barclays: 2175,00 Euro, +31,42%

Berenberg Bank: 2100,00 Euro, +26,89%

Jefferies: 2060,00 Euro, +24,47%

JP Morgan: 2130,00 Euro, +28,70%

JP Morgan senkte Ergebnisschätzungen

So hat etwa David Perry von der US-Bank JP Morgan sein Kursziel für Rheinmetall zwar leicht von 2250 auf 2130 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Der Analyst kappte seine Ergebnisschätzungen bis 2030 um bis zu 14 Prozent. Da er über dem Konsens gelegen habe, gebe es hier etwas weniger Korrekturbedarf, schrieb er laut Medienberichten nach den letzten Signalen der Düsseldorfer für den Kapitalmarkt vor dem Geschäftsbericht. Perry geht allerdings „weiterhin von außerordentlichem Umsatz- und Gewinnwachstum aus und hält die Aktien für attraktiv“.

Etwas vorsichtiger ist Chloe Lemarie vom Analysehaus Jefferies. Die Umsatzprognose liege „deutlich unter dem Konsens und die Aussagen zur Marge ließen ebenfalls ein deutlich unter dem Konsens liegendes operatives Ergebnis erwarten“, schrieb die Analystin. In der Folge hatte sie das Kursziel für Rheinmetall von 2170 auf 2060 Euro gesenkt, die Einstufung aber ebenfalls auf „Buy“ belassen.

Rheinmetall-Kursziel von 2175 Euro bestätigt

Das gilt auch für die britische Investmentbank Barclays, die weiterhin ein Kursziel für die Anteilscheine von 2175 Euro ausgegeben hat. Auf Aussagen des Rüstungskonzerns im Rahmen der Analystenveranstaltung habe es „eine Überreaktion der Anleger gegeben“, schrieb Afonso Osorio in seiner am Studie vom Donnerstag. Dies bringe eine gute Kaufgelegenheit mit sich, glaubt er.

George McWhirter von der Privatbank Berenberg schließlich hat den fairen Wert für die Rheinmetall-Aktie von 2200 auf 2100 Euro gesenkt, aber die Einstufung, wie alle anderen, auf „Buy“ belassen. Der Finanzausblick auf 2026 sei schwach, schrieb er zwar. Die Auftragslage sei allerdings „stark und nehme noch Fahrt auf“.

Rheinmetall Aktie Chart

Rheinmetall liefert Munition nach Dänemark

In der Tat hatte das Unternehmen vor einer Woche die nächste Bestellung bekanntgegeben: Rheinmetall sei von EU- und NATO-Mitglied Dänemark mit der Munitionsversorgung beauftragt worden, hieß es. Der großvolumige Rahmenvertrag habe eine Laufzeit von sieben Jahren. Er umfasst demnach die Versorgung mit mehreren Munitionstypen. Hierzu zählen laut Mitteilung Mittelkalibermunition für Schützen- und Flugabwehrpanzer, 120-mm-Munition für Kampfpanzer und 155-mm-Muniton für die Artillerie.

  • Zu den ersten Abrufen im Bereich der Mittelkalibermunition gehören verschiedene Patronensorten in den Kalibern 30 mm x 173 und 35 mm x 228
  • „Die Gesamtzahl liegt in einem hohen fünfstelligen Bereich, der Auftragswert im niedrigen dreistelligen MioEUR-Bereich“, so Rheinmetall

Fast 20 Prozent unter Rekordhoch

Im Bereich der 120-mm-Panzermunition wird Rheinmetall zudem mehr als 1.000 Patronen KE-Wuchtmunition liefern. Der Auftragswert liege im hohen einstelligen MioEUR-Bereich. Man sei „dankbar für das Vertrauen, das Dänemark in uns bei der Munitionsversorgung hat“, kommentierte Rheinmetall-CEO Armin Papperger den Auftrag. „Rheinmetall sieht sich darin in seiner Rolle als einer der führenden Munitionshersteller weltweit bestätigt.“

Die Anleger aber scheinen nach wie vor skeptisch. Trotz der aktuell leichten Erholung hat Rheinmetall seit ihrem Rekordhoch im Oktober 2025, als 2.008 Euro auf dem Kurszettel standen, knapp 20 Prozent an Börsenwert eingebüßt.

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