Rheinmetall hat sich nach einer ausgesprochen schwachen Phase wieder deutlich nach oben gearbeitet. Zuletzt wurden Kurse von rund 1.215 Euro erreicht. Allein innerhalb von vier Wochen kam damit ein Plus von ungefähr 24 % zusammen. Vom früheren Allzeithoch bei 2.007 Euro ist die Aktie allerdings weiterhin weit entfernt. Der Absturz hatte sich vor allem nach der Streichung des F126-Fregattenauftrags verschärft. Zwischenzeitlich war Rheinmetall bis in die Region von 900 bis 1.000 Euro gefallen.
Die Aktie kann es noch immer schaffen
Wirtschaftlich sieht die Lage erheblich besser aus, als es dieser Kursverlauf vermuten lässt. Rheinmetall hat einen Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro gemeldet und hält sogar mehr als 100 Milliarden Euro zum Jahresende für möglich. Der Jahresumsatz wird mit 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro erwartet. Die Folgen des gestrichenen F126-Auftrags bleiben damit überschaubar. Auch das operative Ergebnis entwickelte sich zuletzt stark.
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Das Problem liegt eher auf der Produktionsseite. Rheinmetall muss enorme Kapazitäten aufbauen, um die Aufträge tatsächlich abarbeiten zu können. Hier liegt weiterhin ein Unsicherheitsfaktor. Analysten bleiben dennoch ausgesprochen zuversichtlich. Die genannten Kursziele reichen von etwa 1.350 bis 1.600 Euro, im Durchschnitt liegen die Erwartungen sogar in Richtung 1.650 bis 1.700 Euro. Die Erholung ist damit angelaufen, der große Durchbruch allerdings noch nicht geschafft, auch wenn zuletzt erneut ein Bundeswehr-Auftrag akquiriert wurde.
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