Rheinmetall-Aktie: Da ist jetzt richtig Pfeffer drin!

Rheinmetall und Lockheed Martin planen gemeinsame ATACMS-Fertigung in Niedersachsen. Der Standort Unterlüß wird zum europäischen Zentrum für Lenkflugkörper.

Auf einen Blick:
  • Gemeinschaftsunternehmen für ATACMS-Raketen
  • Produktion in Unterlüß geplant
  • Erster Fertigungsstandort außerhalb der USA
  • Start der Raketenfertigung für 2027 vorgesehen

Rheinmetall und der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin haben vor wenigen Tagen auf dem NATO-Industrieforum in Ankara eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Produktion von ATACMS-Lenkflugkörpern in Deutschland unterzeichnet.

Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll den ersten und bislang einzigen Produktionsstandort für diese Präzisionsraketen außerhalb der Vereinigten Staaten schaffen.

Rheinmetall-Aktie: Unterlüß wird zum Kompetenzzentrum für Lenkflugkörper

Die Produktion soll am Rheinmetall-Standort Unterlüß in Niedersachsen angesiedelt werden – einem traditionsreichen Rüstungsstandort mit rund 4.000 Beschäftigten, dem größten privat betriebenen Schießplatz Europas und einer Reihe bereits laufender oder kurz vor der Fertigstellung stehender Produktionsanlagen. Eine neue Fabrik für Raketenmotoren und Lenkflugkörperkomponenten steht kurz vor der Fertigstellung, die Produktion soll bereits 2027 anlaufen.

ATACMS – Army Tactical Missile System – ist eine ballistische Kurzstreckenrakete mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern, die seit Jahrzehnten im US-Militär im Einsatz ist und ihre Wirksamkeit zuletzt im Ukraine-Krieg eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Das System wird vom HIMARS-Raketenwerfer abgefeuert und ist damit mit einem bereits weit verbreiteten System in Europa kompatibel.

Rheinmetall-Aktie: Transatlantische Produktionsteilung geplant

Lockheed Martin wird seine bestehende Fertigungslinie in Camden, Arkansas, weiter betreiben, bis der Übergang abgeschlossen ist. Rheinmetall-Chef Armin Papperger betonte, Deutschland und Europa erhielten damit eine industrielle Basis für ein modernes Verteidigungssystem mit hoher Nachfrage bei europäischen NATO-Partnern.

Lockheed-Martin-Europa-Chef Dennis Goege verwies auf die Verbindung bewährter US-Technologie mit europäischer Fertigungskompetenz als Grundlage einer dauerhaften transatlantischen Rüstungspartnerschaft.

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