Rheinmetall-Aktie: Jetzt geht’s ganz nach oben!

Rheinmetall bündelt mit OHB Kräfte für sichere Satellitenkommunikation der Bundeswehr. Neues Joint Venture in Bremen angesiedelt.

Auf einen Blick:
  • Gemeinsame Firma für Satellitenkommunikation
  • Sicherheitsinfrastruktur für die Bundeswehr
  • Standort des Joint Ventures ist Bremen
  • Nutzung für NATO-Partnerschaften geplant

Mit – 3,0 % auf 1.161 Euro startete die Rheinmetall-Aktie deutlich negativ in die neue Woche. Das ohnehin schmale 1-Monats-Plus verringerte sich dadurch auf +2,6 %. Auch andere Rüstungswerte mussten am Montagmorgen Einbußen verzeichnen, möglicherweise wegen der Fortschritte bei dem Abkommen rund um den Iran-Krieg. (Stand: 15.06.2026, 8:30 Uhr).

Derweil hat der Düsseldorfer Rüstungskonzern sein Space-Geschäft ausgebaut. So haben Rheinmetall und der Raumfahrtkonzern OHB gemeinsam die „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ gegründet. Der Hauptsitz des Joint-Ventures ist in Bremen.

Das neue Unternehmen soll der Bundeswehr im Rahmen des Programms SATCOMBw Stufe 4 eine vollständig gesicherte und dauerhaft verfügbare Kommunikationsinfrastruktur über Satelliten liefern.

Rheinmetall-Aktie: Vom Satelliten bis zum Gefechtsfahrzeug – lückenlose Vernetzung als Ziel

Das Gemeinschaftsunternehmen übernimmt die Gesamtverantwortung über den gesamten Lebenszyklus des Systems – von der Entwicklung und Integration über die Auslieferung bis hin zum laufenden Betrieb, einschließlich IT-Sicherheit und einem eigenen Cyber Operation Center. Über das System sollen Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen miteinander verbunden werden, um Sprache, Daten und Lagebilder sicher über alle Führungsebenen hinweg zu übertragen – auch unter extremen Einsatzbedingungen.

Timo Haas, CEO der Rheinmetall-Sparte Digital Systems, betonte, dass ohne gesicherte Kommunikation aus dem Weltall kein moderner Konflikt am Boden gewonnen werden könne. OHB-Chef Marco Fuchs verwies auf die komplementären Stärken beider Partner: Rheinmetall bringe militärische Systemhauskompetenz ein, OHB jahrzehntelange Raumfahrterfahrung.

Die Geschäftsführung übernehmen Dennis Winkelmann, der rund 19 Jahre bei OHB tätig war, sowie Alexander Beyer, ein ehemaliger Bundeswehroffizier mit Erfahrung im Bereich Satellitenkommunikation.

Rheinmetall-Aktie: Bremen als Standort, NATO als Perspektive

Das Bundeskartellamt hatte die Gründung bereits Mitte April 2026 genehmigt. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte bezeichnete die Ansiedlung als weiteren Beleg dafür, dass Bremen sich zur führenden deutschen Adresse für See- und Weltraumverteidigung entwickle. Mittelfristig soll das Gemeinschaftsunternehmen seine Fähigkeiten auch in NATO-Partnerschaften einbringen.

Zur Einordnung: Der Weltraum-Markt hat durch den erfolgreichen IPO von SpaceX Ende letzter Woche neuen Antrieb an der Börse erhalten. Das Timing von Rheinmetall und OHB dürfte also kein Zufall gewesen sein.

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