Rheinmetall-Aktie: Jetzt geht es los!

Rheinmetall erholt sich mit über 4% Kursplus und sichert sich neue Bundeswehr-Aufträge im Milliardenbereich.

Auf einen Blick:
  • Kurserholung nach monatelangem Abwärtstrend
  • Milliardenauftrag für Militärlastwagen erhalten
  • Zusätzliche Aufträge für Laserlichtmodule
  • US-Markt als neuer Wachstumstreiber

Liebe Leserinnen und Leser,

einen kleinen Triumphzug schaffte gestern das Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall. 4,48 % Gewinn standen schließlich auf den Kurstafeln. 1.291,40 Euro zeigten die Tafeln an. Danach hatte es zuletzt kaum noch ausgehen. Nun scheint eine neue Ära beginnen zu können. Denn:

Damit gelang es Rheinmetall, endlich eine kleine Trendwende etwas sichtbarer zu vollziehen. Noch ist bei Weitem keine endgültige Wende des Abwärtslaufs zu verzeichnen. Seit Mitte Januar ist die Aktie, ausgehend von über 1.900 Euro, zeitweise auf nur noch gut 1.120 Euro nach unten gestürzt. In den vergangenen Wochen konnte sie sich nun allerdings wieder etwas erholen. Der befürchtete Crash mit Notierungen von 1.000 Euro oder noch weniger ist ausgeblieben.

Rheinmetall erholt sich

Das lässt sich auch in Zahlen dokumentieren. Die Kurse sind statistisch betrachtet selbstverständlich immer noch im Abwärtstrend. 7,04 % Gewinn in den zurückliegenden fünf Handelstagen ändern daran nichts. Die Aktie ist seit Jahresanfang immer noch mit minus 17,07 % im Hintertreffen und hat über 120 Tage gar 26,13 % verloren.

Rheinmetall Aktie Chart

Damit rutschte die Aktie inzwischen auf weniger als 60 Milliarden Euro Marktwert. Insofern sind 4,75 % Plus am Donnerstag – je nach Zeitpunkt der Betrachtung und nach Börsenplatz können es minimal mehr oder weniger sein  – sicherlich ein ordentlicher Aufschlag, der zumindest einen Achtungserfolg darstellt. Ob es am Ende für mehr reicht, gilt sicherlich als umstritten.

Denn Rheinmetall an sich gilt als ausgesprochen attraktiv, wenn es lediglich um die Bewertung des Umsatzwachstums und der wirtschaftlichen Erfolge im Zusammenhang mit der Bewältigung der Aufträge geht. Das Unternehmen hat immerhin Margen in Höhe von deutlich über 10 %. Das heißt: Das Wachstum ist immer rentabel. Je mehr, desto besser.

Rheinmetall und die Bundeswehr: Eine enge Partnerschaft

Die Börsen allerdings haben sich hier bis dato noch nicht zu einem erneuten Comeback durchringen können. Die Voraussetzungen sind indes bestens. Das Unternehmen ist und bleibt ein wichtiger Partner für die Bundeswehr, zeigte sich auch am Donnerstag. Nach einigen zurückliegenden Aufträgen kam es auch am Donnerstag erneut zu einer überraschenden neuen Beauftragung, insofern Rheinmetall gleich ein Volumen im Umfang von 1,015 Milliarden Euro vermelden konnte.

Dabei soll Rheinmetall mehr als 2.000 Militärlastwagen an die Bundeswehr liefern. Das Ganze wird noch in diesem Jahr über die Bühne gebracht, was mit einiger Sicherheit bedeutet, dass der Umsatz nicht nur im Auftragseingangsbuch als theoretische Größe für die kommenden Jahre behandelt werden wird. Hier geht es um Umsätze, die auch in diesem Jahr bereits realisiert werden dürften.

Was bedeutet das?

Rheinmetall kalkuliert für dieses Jahr in etwa mit Umsätzen in Höhe von 14,2 Milliarden Euro. Sollte dieser Auftrag bis dato in diesen Kalkulationen nicht enthalten sein, dann würde hier noch einmal ein erheblicher Umsatzanteil dazukommen. Bei einem Anstieg im Umfang von mehr als 5 % gegenüber den Erwartungen sollte die Börse reagieren, wie sie es auch heute tat.

Ziel des jüngsten Auftrags der Bundeswehr ist es, sowohl die Transportkapazitäten insgesamt zu erweitern als auch die Mobilität der Bundeswehr zu erhöhen. Die Lkw selbst werden nicht von der Konzernmutter gefertigt, sondern von der Tochter Rheinmetall MAN Military Vehicles. Dies ist eine Tochter, die wiederum mit dem Lkw-Fabrikanten MAN zusammen ein Unternehmen bildet.

Die Fahrzeuge firmieren als sogenannte ungeschützte Transportfahrzeuge. Etwas untergegangen in der Berichterstattung scheint der Umstand, dass die Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH noch in der ersten Jahreshälfte die Auslieferung der Lkw vornehmen soll. Das bedeutet, dass die Wirkung auf die Bilanz des Unternehmens recht schnell einsetzt. Die Bestellung ist für das zweite Quartal, wie es heißt, in die Bücher aufgenommen worden.

Der Auftrag ist jedoch nicht die einzige gute Meldung dieser Tage. Das Unternehmen hatte bereits kurz zuvor mitgeteilt, dass ein Großauftrag für Laserlichtmodule durch die Bundeswehr eingegangen sei. Zwischen 2026 und 2032 soll nun eine im Rahmen eines Gesamtvertrages zu verrechnende weitere, immerhin sechsstellige Zahl der sogenannten Module LLM Very Array ausgeliefert werden.

Der Auftrag hat ein Volumen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro netto, wie es heißt. Verbucht wird der Auftrag im zweiten Quartal des laufenden Jahres.

Rheinmetall: USA könnte ein weiterer Fall sein

Auch aus den USA kamen gute Nachrichten, denn American Rheinmetall hat zusammen mit einem Kooperationspartner unbemannte Fahrzeuge und Robotikfahrzeuge für das US-Verteidigungsministerium in die Entwicklung aufgenommen. Die USA als Markt rückten damit in sehr kurzer Zeit auch in das öffentliche Licht.

Kurz gesagt: Gelingt es, in den USA solche Aufträge zu nutzen, um möglicherweise weitere Aufträge zu gewinnen, könnte sich ein sehr interessanter Markt entwickeln. Denn in den USA wird noch sehr viel mehr Geld in die Hand genommen, um aufzurüsten. Die Pläne von Donald Trump zeugen von der neuen Geschwindigkeit.

Im laufenden Jahr geben die USA weniger als eine Billion Dollar für die Verteidigung aus, im kommenden Jahr sollen es 1,5 Billionen Dollar werden. Wenn American Rheinmetall in irgendeiner Form dabei sein sollte, kann das sowohl die Stimmung als auch die Kassenlage des Unternehmens nur stützen.

Insgesamt also haben sich auch in jüngster Zeit für die Düsseldorfer interessante Meldungen rund um neue Aufträge ergeben. Die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Durchbruch sind und bleiben am Ende sehr gut.

Rheinmetall: Das Wachstum nimmt nun Fahrt auf!

Vor einiger Zeit hat Rheinmetall kundgetan, dass sich der Umsatz, bezogen auf das Ausgangsjahr 2024, bis zum Jahr 2030 verfünffachen solle. Das heißt, man kann durchaus davon ausgehen, dass der Umsatz zwischen 40 und 45 Milliarden Euro liegen wird. Das wäre gegenüber dem laufenden Jahr noch einmal ein Aufschlag in Höhe von ungefähr weiteren 200 % Umsatzentwicklung.

Bleiben die Margen stabil, wird Rheinmetall also deutlich wertvoller. Das alles sehen wohl auch Analysten so. Trotz einiger Rücksetzer in den Kurszielen hat Rheinmetall die großen Analystenscharen noch immer hinter sich. Die Fachexperten gehen derzeit davon aus, dass die Aktie kräftig steigen wird. 1.889 Euro, so lautet das durchschnittliche Kursziel.

Also ist im Grunde genommen alles gerichtet. Und die Börsen spielen endlich mit!

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 29. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)