Rheinmetall-Aktie: Das ist jetzt extrem explosiv!

Rheinmetall erhält Folgeauftrag für 72 Waffenanlagen britischer Radhaubitzen. Die Fertigung in Telford stärkt die lokale Präsenz und die Aktie legt leicht zu.

Auf einen Blick:
  • Aktie legt leicht auf 1.147 Euro zu
  • Folgeauftrag für britische Radhaubitzen
  • Fertigung in neuem Werk in Telford
  • Stärkung der lokalen Wertschöpfung

Die Rheinmetall-Aktie startete mit einem leichten Zugewinn in die neue Woche. So legte der Titel um 0,5 % auf 1.147 Euro zu. Das 1-Monats-Plus vergrößerte sich damit leicht auf +2,9 % (Stand: 03.08.2026, 9:00 Uhr).

Bereits am Freitag hatte der Rüstungskonzern einen wichtigen Folgeauftrag gemeldet. Im Fokus: das britische RCH-155-Programm. Rheinmetall liefert demnach 72 Waffenanlagen des Typs 155 mm L/52 RC für die neuen Radhaubitzen der British Army

Die Systeme werden im neuen Rheinmetall-Werk im englischen Telford gefertigt. Der Auftrag ging bereits im zweiten Quartal 2026 ein und hat einen Wert im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Er ist Teil des milliardenschweren britischen Beschaffungsvorhabens für insgesamt 72 RCH-155-Systeme.

Rheinmetall-Aktie: Ausbau der Produktion in Großbritannien

Die RCH 155 gilt als eines der modernsten Artilleriesysteme der Welt. Sie kombiniert die bewährte 155-mm-L/52-Waffenanlage von Rheinmetall mit dem Boxer-Radfahrzeug und einem vollautomatischen Geschützturm. Das System kann präzise feuern, verfügt über eine hohe Reichweite und zählt zu den ersten Radhaubitzen, die auch während der Fahrt schießen können.

Für Rheinmetall ist der Auftrag zugleich ein wichtiger Schritt beim Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Großbritannien. Die Waffenanlagen werden vollständig in Telford gefertigt und stärken damit die lokale Wertschöpfung sowie die industrielle Präsenz des Konzerns im Vereinigten Königreich.

Rheinmetall-Aktie: Enge private und staatliche Kooperation

Der Auftrag knüpft an die enge Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall, KNDS und der britischen Regierung an. Während KNDS die vollständigen RCH-155-Systeme liefert, steuert Rheinmetall die zentrale Waffenanlage bei. Damit bleibt der Konzern ein unverzichtbarer Zulieferer für eines der wichtigsten europäischen Artillerieprogramme der kommenden Jahre. Gleichzeitig erhöht die lokale Fertigung die Chancen auf weitere britische Rüstungsaufträge.

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